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Neue Damaschkebrücke in Kassel: Bänke mit Aussicht auf die Fulda

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Von: Andreas Hermann

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Beidseitig mit Sitzbänken an den verbreiterten Bereichen: Die neue Damaschkebrücke soll nicht nur sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmer über die Fulda bieten, sie soll Fußgänger auch zum Verweilen einladen. illustrationen. stadt kassel
Beidseitig mit Sitzbänken an den verbreiterten Bereichen: Die neue Damaschkebrücke soll nicht nur sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmer über die Fulda bieten, sie soll Fußgänger auch zum Verweilen einladen. illustrationen. stadt kassel © Privat

Der Bau der neuen Damaschkebrücke soll im nächsten Sommer beginnen. Es gibt bereits jetzt eine 3D-Animation.

Waldau/Südstadt – 125 Meter lang und bis zu 19,5 Meter breit. Jeweils mit einer Autospur, einem Radweg und einem Gehweg in beide Richtungen. Ausgestattet mit Bänken auf den beidseitig verbreiterten Bereichen, den sogenannten Balkonen, für den Blick auf die darunter fließende Fulda: So soll die neue Damaschkebrücke werden.

Wer davon bereits einen Eindruck gewinnen will, findet im Internet auf kassel.de unter dem Stichwort „Damaschkebrücke“ eine 3D-Animation, die alle Blickwinkel zur Tag- und Nachtzeit bietet. Wer das neue Bauwerk, das die 1962 errichtete und marode bisherige Damaschkebrücke ersetzen wird, in der Realität sehen will, muss sich noch länger gedulden als geplant. Aus dem ursprünglich angekündigten Baubeginn Ende 2022 wurde nichts. Dieser ist nun für dieses Jahr vorgesehen.

Grund für die erneute Verzögerung bei dem seit Jahren geplanten Projekt: Nach Angaben des Straßenverkehrs- und Tiefbauamts hat das Genehmigungsverfahren länger gedauert als angenommen. Es stehe nun aber vor dem Abschluss. „Soweit bei der für Anfang 2023 vorgesehenen Ausschreibung und der nachfolgenden Vergabe alles planmäßig läuft, kann mit dem Baubeginn ab Sommer 2023 gerechnet werden“, sagt ein Sprecher der Stadt Kassel auf Anfrage.

Die Damaschkebrücke überspannt die Fulda zwischen dem Auedamm und dem Bugasee beziehungsweise den Messehallen. Die neue Brücke soll südlich parallel zur bisherigen errichtet werden, um diese während der rund zweijährigen Bauzeit weiter nutzen zu können.

Kreisverkehr: Westlich der Damaschkebrücke ist ein neuer Kreisel für den Verkehr aus der Damaschkestraße sowie den Straßen Auedamm und Am Sportzentrum geplant.
Kreisverkehr: Westlich der Damaschkebrücke ist ein neuer Kreisel für den Verkehr aus der Damaschkestraße sowie den Straßen Auedamm und Am Sportzentrum geplant. © Privat

Die neue Brücke ist mit einer Breite von 17 Metern geplant, an den Balkonen weitet sie sich auf 19,50 Meter auf. Die Aufteilung sieht in beiden Richtungen jeweils eine 3,25 Meter breite Fahrspur für den Kraftfahrzeugverkehr, einen 2,75 Meter breiten Radweg und einen 2,50 Meter breiten Gehweg vor.

Ändern soll sich auch die Verkehrsführung vor und hinter der Brücke. Kernstück der geplanten Straßenbaumaßnahme ist ein Kreisverkehrsplatz (Kreisel) westlich der Damaschkebrücke. Dieser soll „eine sichere, leistungsfähige und gleichberechtigte Verbindung zwischen der Damaschkestraße mit den Straßen Auedamm und „Am Sportzentrum“ darstellen. Der Kreisel wird einen Außendurchmesser von 32 Metern, eine Kreisinsel mit einem Radius von elf Metern und eine fünf Meter breite Kreisfahrbahn haben.

Natürlich wird die Baustelle Behinderungen und Sperrungen zur Folge haben. Aber, so erklärt der Stadtsprecher: „Da die alte Brücke erst dann zurückgebaut wird, wenn die neue Brücke steht, ergeben sich während der Bauzeit nur vergleichsweise geringe Einschränkungen bezüglich der Fuldaquerung.“ Beim Bau des Kreisels auf der Westseite werde es je nach Bauphase unter anderem Auswirkungen auf die Damaschkestraße und den Auedamm geben. Darüber werde „zu gegebener Zeit“ informiert, kündigt die Stadt an.

Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme – also für das neue Brückenbauwerk, für die Verkehrsanlagen, für den Abbruch der alten Brücke sowie für die Grünflächen einschließlich Kompensation und Ausstattung – werden auf rund 13 Millionen Euro geschätzt. Eine Förderung von 80 Prozent der Kosten durch das Land Hessen steht der Stadt Kassel in Aussicht.

In der Planung berücksichtigt wurde eine mögliche Befahrung des neuen Bauwerks durch Regiotrams und Straßenbahnen – und zwar sowohl von der Belastung als auch von den technischen Voraussetzungen her. Zwar werde die Gleisanlage beim Neubau der Damaschkebrücke nicht hergestellt, sie könne aber jederzeit nachgerüstet werden, betont dazu die Stadt Kassel. (Andreas Hermann)

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