Unterkünfte für 800 Jugendliche

Neue Heime für Flüchtlinge in Waldau, Nordstadt und am Großen Kreisel

Neue Flüchtlingsunterkunft: In dem Gebäude am Platz der Deutschen Einheit sollen 280 Plätze entstehen.

Kassel. Die Stadt Kassel schafft weitere Wohnheime zur Unterbringung von Flüchtlingen.

In der Nordstadt, in Waldau, am Platz der Deutschen Einheit sowie in der ehemaligen Jägerkaserne werden Gemeinschaftsunterkünfte sowie Heime für jugendliche Flüchtlinge mit insgesamt rund 800 Plätzen entstehen. Bisher gibt es in der Kassel fünf städtische Großunterkünfte und 20 kleinere Heime mit mehr als 1200 Plätzen.

Derzeit nimmt die Stadt rund 60 neue Asylbewerber pro Woche auf. „Deshalb werden wir in den nächsten Monaten weitere Kapazitäten schaffen müssen“, sagte Sozialdezernent Christian Geselle (SPD). Sein Ziel sei es, eine Notbelegung von Turnhallen oder Schulgebäuden zu vermeiden.

Bereits Mitte November soll das „Motel 24h“ in Waldau zu einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge umfunktioniert werden. Darin gibt es Platz für bis zu 120 Jugendliche. Die Einrichtung soll aber zunächst nicht voll belegt werden.

Christian Geselle

In der Fichtner-Oestmann-Siedlung in der Nordstadt wird die Stadt nach und nach sechs Mehrfamilienhäuser als Flüchtlingsunterkünfte in Betrieb nehmen. Das erste Haus wird ab Dezember mit 48 Asylbewerbern belegt. Bis zum Sommer sollen in der Wohnanlage, die von der Wohnwert GmbH vermietet wird, insgesamt 320 Plätze für Asylbewerber entstehen, darunter auch jugendliche Flüchtlinge.

Zudem soll am Platz der Deutschen Einheit bis Februar nächsten Jahres eine Gemeinschaftsunterkunft mit 280 Plätzen entstehen. Auch auf dem Gelände der Jägerkaserne am Auestadion, wo es bereits eine große Gemeinschaftsunterkunft gibt, sollen nächstes Jahr weitere Gebäude für Flüchtlinge hergerichtet werden (100 Plätze).

Das Land Hessen unterhält in Kassel derzeit drei Erstaufnahme-Einrichtungen mit insgesamt 1000 Plätzen. Im Dezember soll im früheren Wohnheim der Bereitschaftspolizei in Niederzwehren eine weitere Außenstelle mit 400 Plätzen eröffnen.

Calden kriegt Container

In der Erstaufnahme in Calden wurde am Mittwoch mit dem Aufbau von Containern begonnen. Sie sollen nach Angaben des Regierungspräsidiums Kassel Platz für 1000 Menschen bieten, aber mit maximal 800 Flüchtlingen belegt werden. Bis zum 15. Dezember sollen die Container aufgebaut sein. Die Zelte im Lager sollen dennoch nicht vollständig verzichten. Einige sind winterfest und dienen dann als Reserve.

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