400 Aussteller und 150 Autoveteranen

Oldtimerfans treffen sich in Kassel: Technorama am 3. und 4. Oktober in den Messehallen

Ankündigung 36. Oldtimermesse Technorama auf dem Gelände der Messe Kassel, von Beate Umbach (Messegesellschaft), Veranstalter Jens Güttinger, Detlef Kroh (Automobilmanufaktur Kassel) mit einem Ford Thunderbird von 1957, Andreas Wiegel (K.A.W. Fahrwerkstechnik Kaufungen) mit einem Youngtimer Volvo 740 Turbo von 1989, Rüdiger von Bergen vom NMC Baunatal mit einer NSU Max von 1955.
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Klassiker auf zwei und vier Rädern auf dem Messegelände: Von links Beate Umbach (Messe Kassel), Veranstalter Jens Güttinger, Detlef Kroh mit einem Ford Thunderbird von 1957, Andreas Wiegel mit einem Youngtimer Volvo 740 Turbo von 1989 sowie Rüdiger von Bergen vom NMC Baunatal mit einer NSU Max von 1955.

Nach zwei Terminverschiebungen wegen Corona erwarten die Veranstalter der Kasseler Oldtimermesse Publikum aus ganz Deutschland und den Nachbarländern.

Kassel – Für Fans historischer Fahrzeuge geht eine Durststrecke zu Ende: Nach zwei abgesagten Terminen wegen Corona öffnet am Wochenende 3. und 4. Oktober zum 36. Mal die Oldtimermesse Technorama auf dem Gelände der Messe Kassel. Unter Auflagen von Hygieneregeln hat die Stadt Kassel die Veranstaltung genehmigt, zu der in Vorjahren 15 000 Besucher kamen. Weil große andere Oldtimerveranstaltungen ausfallen, dürfte das Kasseler Ereignis in diesem Jahr zum wichtigsten Treff der Szene werden.

Daher erwarten die Veranstalter vor allem Fachbesucher wie Sammler, Schrauber und Händler rund ums Oldtimer-Hobby. Aber auch wer einfach von historischer Fahrzeugtechnik fasziniert ist, kommt auf seine Kosten: In elf Hallen sowie auf dem Freigelände werden allein 150 Auto-Klassiker vom Scheunenfund bis zum perfekt restaurierten Exemplar zum Verkauf angeboten – darunter Prachtstücke wie ein himmelblauer 1957er Ford Thunderbird von Detlef Kroh.

Für die makellose Autoschönheit aus der amerikanischen Heckflossen-Ära ruft der Kasseler Klassikerhändler einen Preis von rund 58.000 Euro auf und hofft auf Interessenten. „Während der Pandemie ist die gesamte Szene eingeschlafen“, berichtet Kroh.

Andreas Wiegel hat hingegen keinen Grund zur Klage. Seine Kaufunger Firma vertreibt Fahrwerks-Tuningteile für jüngere, erschwingliche Autoklassiker, die vor 20 bis 30 Jahren vom Band liefen. „Bis August haben wir unter Volllast gearbeitet“, erzählt Wiegel. Die Ursache: In der Pandemiezeit hätten viele Fans daheim mehr Zeit zum Schrauben gehabt. Auch für seinen Betrieb sei die Technorama aber wichtig wegen der Kundenkontakte, sagt Wiegel.

Die Liebe zum alten Blech ist laut Veranstalter Jens Güttinger auch ein Wirtschaftszweig, bei dem eins ins andere greift: Weil viele Oldtimerausfahrten und -rallyes wegen Corona nicht stattfanden, wirke sich das auch aufs Geschäft der einschlägigen Werkstätten und Händler aus.

Auch für die Messe Kassel ist es ein Segen, dass die Szene sich jetzt wieder auf ihrem Gelände versammeln darf: „Wir sind unglaublich froh, dass wieder Leben in den Hallen ist“, sagt Beate Umbach von der Geschäftsführung.

Das ist freilich nur unter Einhaltung besonderer Vorkehrungen möglich: Die Gänge in den Hallen werden verbreitert, es besteht Maskenpflicht, das Reinigungs- und Sicherheitspersonal wurde deutlich aufgestockt, damit die Besucher mit möglichst wenig Gesundheitsrisiko im Angebot der 400 Aussteller stöbern können. Dazu gehören neben zwei- und vierrädrigen Fahrzeugschätzen auch Ersatzteile und Restaurationsmaterial, Literatur, stilechte Bekleidung, jede Menge Zubehör – und viel Gelegenheit für Benzingespräche mit gleichgesinnten Fans. (von Axel Schwarz)

Service: Technorama am 3. und 4. Oktober, Messe Kassel, Sa. 9-18, So. 9-16 Uhr. Tagestickets: 12 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei

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