Für Kassel und Umlandgemeinden

Posttochter DHL baut in Waldau neue Zustellbasis

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Hier geht bald die Paketpost ab für Kassel und Umgebung: Von links Prokurist Jürgen Rexing vom Investor Hellmich mit der Abteilungsleiterin Paketzustellung Bettina Bartsch und Niederlassungsleiter Rolf Weinhold von der Deutschen Post in Kassel.

Kassel/Fuldabrück. Postpakete im Raum Kassel sollen bald schneller bei den Empfängern ankommen: Ab Oktober müssen die Zusteller solche Sendungen nicht mehr im DHL-Paketzentrum in Staufenberg abholen, sondern werden ihre Autos in einer sogenannten mechanisierten Zustellbasis beladen.

Diese entsteht gerade im Industriepark Kassel an der Rudolf-Diesel-Straße.

Dort ist ein neues gelbes Hallengebäude bereits fertig. Ab Juli werden automatische Paketsortieranlagen eingebaut, die nach Angaben des Kasseler Post-Niederlassungsleiters Rolf Weinhold viel Handarbeit beim Paketumschlag überflüssig machen: „Dadurch sparen wir Zeit und erreichen eine noch schnellere Auslieferung an den Kunden.“

Der Zeitvorteil und die Entlastung der Mitarbeiter, die in der neuen Basis täglich bis zu 10.000 Pakete für den Raum Kassel auf den Weg bringen werden, sind aber eher ein Nebeneffekt bei den Ausbauplanungen der Posttochter DHL. Weil die Paketmengen durch den zunehmenden Internethandel immens gestiegen sind und weiter wachsen, müsse die Zustelltechnik unbedingt Schritt halten, sagte Post-Regionalsprecher Thomas Kutsch. Außer in Kassel seien hessenweit vier weitere mechanisierte Zustellbasen im Bau.

Bisher ist die Zustellbasis für Kassel und Umgebung beim Paketzentrum in Staufenberg angesiedelt, wo sämtliche Pakete für den und aus dem Raum Nord-, Mittel- und Osthessen umgeschlagen werden – bis zu 400.000 Stück am Tag. Durch den separaten neuen Stützpunkt für die Nordhessenmetropole und ihre Umlandgemeinden werden in Staufenberg Kapazitäten frei für weiter steigende Sendungsmengen, sagte Kutsch.

In Kassel wird dafür neueste Paketsortiertechnik zum Einsatz kommen – in der Art, wie im nahe gelegenen Briefzentrum Waldau bereits die schriftliche Post auf die richtigen Wege geleitet wird: Die Mitarbeiter der neuen Paketzustellbasis müssen die Sendungen praktisch nur noch anfassen, um sie vom Anliefer-Lastzug auf ein Förderband zu packen.

Von da an macht die Verteilanlage alles Weitere automatisch: Sie scannt die Adressenaufkleber und leitet die Pakete über das richtige Förderband direkt zu Kastenrutschen an jener Rampe, wo der Zusteller für einen bestimmten Bezirk sein gelbes Auto heranfährt. Der Zusteller kann die vorsortierten Sendungen direkt in sein Fahrzeug laden.

Seit November wird gebaut auf dem Grundstück im Industriepark, das auf Fuldabrücker Gebiet an der A  7 liegt. Als Baupartner der Post investiere die Unternehmensgruppe Hellmich aus Dinslaken 9 bis 10 Millionen Euro für Grundstück und Gebäude, sagte Prokurist Jürgen Rexing.

Hinzu kommen wird die technische Ausstattung. Über deren Kosten machte DHL keine Angaben für den Standort Kassel. Insgesamt investiere die Post bundesweit 750 Mio. Euro in ihr neues Paketkonzept.

Von Axel Schwarz

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