Überfall vor der Filiale der Kasseler Sparkasse

Räuber schlagen Boten vor Bank in Waldau nieder

+
So sehen die geraubten Koffer aus: Zwei Männer überfielen am Donnerstagabend einen Boten vor der Filiale der Kasseler Sparkasse in Waldau.

Waldau. Ein Geldbote ist am späten Donnerstagabend im Kasseler Stadtteil Waldau überfallen worden. Glücklich werden die Räuber mit der Beute aber wohl nicht werden.

Zwei Räuber überraschten den 24-jährigen Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens in der Breslauer Straße, als er mit einem schwarzen Koffer vor einer Filiale der Kasseler Sparkasse zu seinem Firmentransporter unterwegs war. Laut Polizeisprecher Torsten Werner verletzten die Täter den Boten und erbeuteten insgesamt fünf schwarze Hartschalenkoffer, in denen sich keine Wertgegenstände, sondern überwiegend Zahlungsverkehrsbelege befanden.

Gegen 23.15 Uhr habe der Angestellte einen so genannten Postkoffer, den die Kasseler Sparkasse zum Austausch ihrer Unterlagen verwendet, von der Waldauer Filiale zu seinem Firmentransporter getragen.

Aktualisiert um 16.14 Uhr

Dabei sei er von den zwei unbekannten Tätern angegriffen worden, die vermutlich davon ausgingen, dass sich Bargeld in den Koffern befindet. Während einer der Männer mit einem Gegenstand auf den 24-Jährigen einschlug, griff der zweite Mann nach den Koffern aus dem offenstehenden Kleintransporter und flüchtete gemeinsam mit seinem Komplizen in unbekannte Richtung.

Der Angestellte des Sicherheitsunternehmens erlitt Platzwunden am Kopf und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Von den Tätern und dem Raubgut fehlt bislang jede Spur.

Glücklich werden die beiden Räuber mit der Beute aber wohl nicht werden. Nach Angaben von Michael Krath, Sprecher der Sparkasse, befanden sich in den Hartschalenkoffern keine Wertgegenstände, sondern nur interner Postverkehr, der von den Filialen zur Hauptstelle gebracht werden sollte.

Die beiden Räuber können nur vage beschrieben werden: Es handelt sich um Männer. Sie sollen etwa 1,75 Meter groß und schlank gewesen sein. Sie trugen dunkle Maskierungen und Handschuhe. Während der Tat sprachen sie kein Wort. 

In den fünf gestohlenen Koffern waren interne Unterlagen und Belege zum Zahlungsverkehr, jedoch keine Wertgegenstände. Die Unterlagen hatte der Bote in den Geschäftsstellen im Dez-Einkaufszentrum (Frankfurter Straße), Helleböhn (Rhönplatz) und Wehlheiden (Kirchweg) abgholt. 

Die Kasseler Sparkasse bittet jene Kunden, die am Donnerstag, 26. Januar , in diesen Geschäftsstellen Unterlagen abgegeben oder in die Briefkästen geworfen haben, sich an diese Geschäftsstellen zu wenden oder das Servicecenter unter Tel. 05 61/7124-56789 anzurufen.

Die Ermittler des Kommissariats 11 der Kripo bitten nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und die Hinweise auf die Täter und den Verbleib der schwarzen Hartschalenkoffer geben können, sich unter Tel. 05 61/9100 zu melden.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.