Stadt soll Machbarkeit prüfen

Waldau macht Vorschläge, wie Schulweg sicherer wird

Waldau. Die Sicherheit der Schulwege im Stadtteil diskutieren die Mitglieder des Ortsbeirats seit Monaten.

Schon häufig haben sie schnell fahrende Autos, Falschparker und auch die sogenannten Eltern-Taxis kritisiert, mit Polizei, Ordnungsamt und Straßenverkehrsamt diskutiert. Geändert hat sich bisher nichts. In ihrer Sitzung haben die Kommunalpolitiker selbst Vorschläge erarbeitet, wie die Schulwege für Kinder sicherer gemacht werden können. Die Stadt Kassel soll diese nun auf ihre Machbarkeit prüfen.

„Unser Ziel ist die langfristige Beruhigung des Verkehrs entlang des Schulweges und vor allem vor der Grundschule Waldau“, sagt Ortsvorsteher Joachim Bonn (SPD). Statt 30 werde häufig 50 gefahren. Deshalb wünschen sich die Kommunalpolitiker mehr und vor allem deutlich sichtbare Piktogramme auf den Straßen, die auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und Schulkinder hinweisen. Weitere Alternativen: lebensgroße Pappkameraden oder Dialogdisplays am Straßenrand, die Autofahrer sensibilisieren. „Ihre Wirksamkeit ist durch Studien belegt“, berichtet Bonn.

Ein anderes Problem im Stadtteil sind Eltern, die täglich ihre Kinder zu Schule bringen und abholen. „Das Gerangel vor der Grundschule ist unglaublich“, sagt Dirk Seeger (SPD), der sich auch im Elternbeirat engagiert. Ohne Rücksicht auf die Kinder werde direkt vor dem Schuleingang geparkt, schnell angehalten und wieder losgefahren. „Sie nehmen Kindern die Sicht und bringen sie so in Gefahr“, stellt Seeger immer wieder fest. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da: Auch die Schulleitung der Waldauer Grundschule moniert das.

Um das zu stoppen, wünscht sich der Ortsbeirat ein Halteverbot direkt vor der Schule. Weiterer Vorschlag, der bereits in anderen Städten erprobt ist: Elternhaltestellen, die explizit für das Ein- und Ausladen der Kinder ausgewiesen sind. Möglich wäre das zum Beispiel in der Nähe der Schule an der Breslauer Straße oder Im Kreuzhof.

„Eltern müssen auch in die Pflicht genommen werden“, betont Jürgen Blutte (Grüne). Es sei wichtig, direkt mit ihnen zu sprechen und auf ihr Verhalten hinzuweisen. Schließlich gehe es auch um ihre eigenen Kinder. Er regte an, dass sich hier der Elternbeirat mit Aktionen beteiligen könnte.

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