Entenkirmes: Tausende säumten die Straßen

Waldau. Ein Festzug der Superlative mit 75 kostümierten Gruppen, Kapellen und geschmückten Wagen und Kaiserwetter mit sommerlichen Temperaturen bescherte der 45. Waldauer Entenkirmes am Sonntag ein vielköpfiges und begeistertes Publikum.

Mehrere tausend Schaulustige säumten die Straßen. Mehr als eine Stunde verbreitete der Zug im Ortskern einen Hauch von brasilianischem Karneval aus Rio.

Das gute Wetter sorgte wohl schon am Samstag für die große Resonanz bei dieser Kirmes. Das traditionelle Ständchenspielen habe viele Bürger aus dem Haus gelockt, auch der Kindernachmittag mit zahlreichen Spieleangeboten und der Gelegenheit zum Schminken sei von den Familien gut angenommen worden, sagte Volker Gebhardt von den Kirmesburschen: „Wir sind zufrieden.“

Bilder von der Kirmes

Waldauer Entenkirmes 2012

Auch bei der offiziellen Eröffnung kamen die Kirmesburschen und ihre Gäste schnell in Feierlaune, füllten die Schlager der Unterhaltungsband Madison rasch das Tanzparkett in der Zehntscheune. Dabei war die Kirmes für zehn Aktive, die zugleich in der Freiwilligen Feuerwehr sind, zugleich ein Härtetest: Als sie Freitagnacht endlich die Festdekoration in der Zehntscheune fertig aufgebaut hatten, gab es Alarm. Die Waldauer rückten unverzüglich zu dem Großbrand im Wesertor aus und löschten bis zum frühen Morgen.Schlaf gab es daher für die Kirmesburschen Mathias Gebhardt, Julia Römer, Thomas Kotusch und Konstantinos Xourgius keinen. „Nach dem Duschen mussten wir gleich zum Ständchenspielen raus“, berichtete Gebhardt. Abends standen er und seine Kollegen etwas übernächtigt hinter der Theke und zapften.

Zwischenfälle und Fehlschläge können die Waldauer Kirmesburschen nicht erschüttern. Sie nahmen es mit Humor, als Ortsvorsteher Joachim Bonn bei der Eröffnung das Bierfass so unglücklich anstach, dass der Gerstensaft nur so herausspritzte. Bonn, zugleich Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Zehntscheune, rührte sogleich die Werbetrommel für die weitere Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. „Schaut an, das sind alles nagelneue Balken.“ Mit diesen Worten erklärte er den gelungenen ersten Bauabschnitt.

Die Kirmes geht am Montag, 22. Oktober, ab 17 Uhr) mit einem Varieté-Potpourri des Star Clubs Kassel und einem rustikalen Vesperessen in der Scheune weiter.

Rubriklistenbild: © Dilling

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