Polizei: Kein Zusammenhang zum Mordfall Lübcke

Kassel: Unbekannte brechen in Regierungspräsidium ein

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Unbekannte sind in der Nacht zu Freitag ins Regierungspräösidum Kassel eingebrochen.

In der Nacht zu Freitag ist in das Regierungspräsidium in Kassel eingebrochen worden. Die Polizei sieht derzeit keinen Zusammenhang mit dem Mordfall Lübcke.

Aktualisiert um 13.15 Uhr - Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Einbruch wahrscheinlich zwischen 20 Uhr am Donnerstagabend und 5.30 Uhr am Freitagmorgen. Die Täter öffneten auf der Rückseite des Gebäudes gewaltsam ein Erdgeschossfenster und gelangte so ins Gebäude.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es einen Einbruch in die Behörde am Steinweg in der Kasseler Innenstadt gegeben habe. Die Ermittler bitten Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, unter 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Verbindungen zum Mordfall Lübcke?

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen gehe man aber davon aus, dass es keinen Zusammenhang zum Mordfall Lübcke* gebe, so ein Sprecher.

Offenbar sind die Einbrecher durch ein Fenster in das Regierungspräsidium eingedrungen.

Bei dem Einbruch beim Regierungspräsidium wurden nach Auskunft von RP-Sprecher Michael Conrad im Parterre und im ersten Stock mehrere Türen eingetreten, Fenster eingeworfen und Schranktüren aufgebrochen. 

Mitarbeiter des Regierungspräsidiums sind bestürzt

Unter den Mitarbeitern herrsche Bestürzung und Betroffenheit. Nach der Ermordung von Regierungspräsident Walter Lübcke wolle man endlich zur Ruhe kommen, heißt es.

Der Kasseler Regierungspräsident war am 2. Juni auf seiner Terrasse in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Die Ermittlungen in dem Fall führt die Bundesanwaltschaft, die von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat ausgeht. Der Tatverdächtige Stephan Ernst legte nach seiner Festnahme zunächst ein Geständnis ab, zog dieses später aber wieder zurück.

Von Kathrin Meyer, Frank Thonicke und Michaela Schaal

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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