Kunsthandwerk auf Kasseler Weihnachtsmarkt: Warmes für Herz und Hand

kassel. Sie sind schön anzusehen, mollig warm und duften nach Lavendel: Elvira Fey und Catrin Berndt sind ganz angetan von den Kuscheltieren, die beim Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz angeboten werden. Löwe, Frosch und andere lustige Gesellen wärmen das Herz und helfen auch bei kalten Händen.

Der Clou: Die Kuscheltiere können im Backofen erwärmt werden und wirken dann wie eine Wärmflasche.

Eine schöne Idee, finden die Freundinnen, die aus Berlin und Bayern angereist sind. Jedes Jahr treffen sie sich auf einem anderen Weihnachtsmarkt, diesmal fiel die Wahl auf Kassel. „Hier ist es fast am schönsten“, sagt Elvira Fey (53), Catrin Berndt (49) schwärmt ebenfalls von der Atmosphäre des Märchenweihnachtsmarkts und dem Angebot. Neben Bürsten und Ausstechförmchen für die Weihnachtsbäckerei gibt es zwischen Glühwein- und Gastronomieständen schönes Kunsthandwerk und Ausgefallenes zu entdecken wie liebevoll gestaltete Tierfiguren aus Filz, die das Frühstücksei warm halten. Für Hände und Füße bieten sich der gute alte Muff aus kurz geschorenem Lammfell und warme Puschen an – der Renner am Stand von Helga Meißner. „Wir brauchen nur noch kaltes Wetter“, sagt die 78-Jährige aus Helsa.

Aus Holz geschnitzte Krippenfiguren aus Südtirol, wie sie etwa am Stand von Doris Dölle zu finden sind, stimmen auf Weihnachten ein. Neben traditionellen Figuren kann man die Heilige Familie, Ochs und Esel und das Jesuskind auch in modernen, fließenden Formen entdecken, die an Bilder von Marc Chagall erinnern. „Besonders junge Leute mögen das“, sagt die Südtirolerin Julia Strobl.

Am Stand von Brigitte Vogel leuchtet es warm aus kleinen Keramikhäusern, die historischen Baudenkmälern nachgebildet sind wie dem Rathaus von Michelstadt, dem Alten Amt von Wernigerode und der alten Apotheke in Rothenburg ob der Tauber. „Alles Handarbeit“, sagt Vogel. Die Häuschen stammen von einer Töpferei in der Nähe von Köln. Es sind Sammlerstücke. „Viele Kunden bauen sich damit schöne Dörfer auf.“

Kleine Kunstwerke, wenn auch aus China, sind die Sterne und Baumspitzen aus Stroh, die Verena Schuster auf dem Friedrichsplatz anbietet. Sie sind schon für ein paar Euro zu haben, wie vieles andere auf dem Weihnachtsmarkt.

Bilder vom Märchenweihnachtsmerkt

Impressionen vom Weihnachtsmarkt in Kassel

Der Weihnachtsmarkt ist von 11 bis 20 Uhr geöffnet (Gastronomie bis 22 Uhr). Am 23. Dezember schließt der Markt um 20 Uhr, vom 24. bis 26. Dezember bleibt er geschlossen. Danach öffnet er noch einmal bis 30. Dezember.

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