Regiotrams fahren am Dienstag nur in der Region

Warnstreik in Kassel: Starke Einschränkungen für Pendler - Busse und Bahnen sind betroffen

Verdi-Leibchen an Schranke
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Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen - auch in Kassel (Symbolbild).

Pendler brauchen am Dienstag starke Nerven: Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Betroffen ist auch die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG).

Deshalb werden an diesem Tag voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie nach Vellmar, Baunatal und im Lossetal fahren.

Laut Pressesprecherin Heidi Hamdad hat Verdi für Dienstag die etwa 850 Beschäftigten der KVG aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen. Wenn diese für 24 Stunden ihre Arbeit niederlegen, entfallen nicht nur Straßenbahnfahrten, sondern auch die Fahrten der Regiotrams (RT) in Kassel. „Der Verkehr außerhalb der Innenstadt auf den drei nordhessischen RT-Linien ab dem Hauptbahnhof soll aber aufrechterhalten werden“, so Hamdad.

Verdi hatte am Freitag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um einen bundesweiten Tarifvertrag für die 87 000 Beschäftigten im ÖPNV durchzusetzen. Daher ist in ganz Deutschland mit massiven Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Arbeitgeber lehnen dies bisher ab. Kritik an dem Streik kommt vom Städte- und Gemeindebund. Dieser warnte, dass der Warnstreik dazu führe, dass weniger Busse und Bahnen fahren und diese dann wiederum sehr voll sei – was mit Blick auf die Corona-Pandemie noch mehr Ängste bei den Fahrgästen auslösen könne.

Für die entfallenden Busse und Trams in Kassel können Fahrgäste laut KVG auf die Busse des Nordhessischen Verkehsverbundes (NVV) ausweichen. Das NVV-Kundenzentrum der KVG an der Mauerstraße werde allerdings voraussichtlich ebenfalls bestreikt und bleibt geschlossen, teilte Hamdad mit.

Die KVG und die Regiotram-Gesellschaft empfiehlt ihren Fahrgästen, sich möglichst frühzeitig alternative Fahrmöglichkeiten zu organisieren.

An den Haltestellen wird die KVG am Dienstag ihre Fahrgäste über den Warnstreik auf den elektronischen Fahrplananzeigern informieren, zudem gibt es aktuelle Informationen im Internet unter kvg.de. Das NVV-Servicetelefon ist unter 0800-939-0800 erreichbar. (Marie Klement)

Der Warnstreik im ÖPNV wird auch in Frankfurt* „viele Fahrgäste schmerzhaft treffen“. Die Arbeitgeber sprechen von einem „Anschlag auf die Allgemeinheit“. Doch es gibt auch eine gute Nachricht für Pendler. (*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks)

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