Demonstration auf dem Steinweg

KVG: Warnstreik legt Kassel am Dienstag lahm

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Chaos mit Ansage: Ein Streik im Öffentlichen Dienst, zu dem auch die Fahrer der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) aufgerufen sind, könnte am kommenden Dienstag für Stillstand in Kassel sorgen.

Kassel. Am kommenden Dienstag wird es in Kassel zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Der Grund dafür ist ein Warnstreik im öffentlichen Dienst, zu dem auch die Fahrer der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) aufgerufen sind.

„Ich gehe davon aus, dass am Dienstag die Straßenbahnen im Depot bleiben“, sagt Gisela Horstmann von der Gewerkschaft Ver.di Nordhessen.

Etwa 4000 Mitarbeiter von KVG, Städtischen Werken, Landeswohlfahrtsverband, Stadtreinigern, Müllheizkraftwerk GmbH, Rathaus sowie verschiedener Verwaltungen aus dem Landkreis sind zu dem eintägigen Ausstand aufgerufen.

Die Gewerkschaft will damit Druck bei den Tarifverhandlungen machen, die derzeit in Potsdam stattfinden. Zentrale Forderungen der Arbeitnehmervertreter sind eine generelle Aufstockung um 100 Euro sowie darauf aufbauend 3,5 Prozent mehr Gehalt. Für die Beschäftigten im Nahverkehr soll es eine weitere Zulage von 70 Euro geben. „Die haben schlechtere Tarifverträge als ihre Kollegen, da muss dringend etwas geschehen“, sagt Gewerkschaftssekretärin Horstmann.

Aktualisiert um 14.50 Uhr.

Für die Regiotrams aus dem Kasseler Umland ist am Kulturbahnhof Endstation. Der Betrieb in den Krankenhäusern ist in dieser Runde noch nicht beeinträchtigt.

In der Innenstadt droht am Dienstag ab 8 Uhr ein kompletter Stau. Zu den vorhandenen Baustellen kommen noch Demonstrationen. Über die Leipziger Straße, den Altmarkt und den Steinweg führt der Zug der Streikenden zur Kundgebung am Rathaus.

Ein weiterer Zug startet am Königstor (Städtische Werke) und führt über die Wilhelmshöher Allee zum Rathaus. Im Anschluss an die Kundgebung (10 Uhr) ziehen die Teilnehmer über den Ständeplatz zum Kulturbahnhof. Auch hier ist mit erheblichen Behinderungen zu rechnen.

Von Thomas Siemon

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