Ortsbeirat findet keine gemeinsame Linie

Debatte über Konzept für Hafenstraße: Warnung vor der Blechlawine

Unterneustadt. Der Autoverkehr auf der Hafenstraße hat zugenommen, außerdem wächst der Parkdruck. Darin waren sich die Mitglieder des Ortsbeirats Unterneustadt einig. Doch über die Konsequenzen ist das Gremium uneins.

Die Hafenstraße habe sich zu einem Schleichweg für Autofahrer entwickelt, die den Verkehr auf der Dresdner Straße und der Leipziger Straße vermeiden wollen, sagte Ortsvorsteher Joachim Schleißing (Grüne). Dadurch seien die Kinder gefährdet, die die Angebote der Diakonie im Hafen 17 nutzen und zwischen parkenden Autos die Straße überquerten. Schleißing forderte: „Wir brauchen neue Überlegungen für den fließenden und ruhenden Verkehr.“

„Wir wollten doch eine Aufwertung des Quartiers und mehr Leben, das heißt nicht nur Fahrradfahren“, sagte dagegen Marcus Leitschuh (CDU). Den Autoverkehr könne man nicht verhindern.

Schleißing meinte weiter, bei Großveranstaltungen wie vor kurzem bei der Piercing- und Tattoo-Messe im ehemaligen Untersuchungsgefängnis Elwe könne es Probleme wegen des Parkens geben. Es müsse dann Parkbeschränkungen wie beim Zissel geben.

Die Kinder der Unterneustadt können sich freuen. Der Ortsbeirat hat einstimmig beschlossen, 2200 Euro für die Anschaffung von zwei Toren auf dem Bolzplatz an der Hafenstraße zu spendieren. Die Tore gehören zu den Wünschen, die die Kinder während des Beteiligungsprojekts „Pepup“ des Spielmobils Rote Rübe geäußert hatten. Den Kindern werde dank des Engagements des Werkhofs auch ein weiterer Wunsch, die Errichtung einer Skaterrampe auf dem Hof der Grundschule erfüllt, teilte Schleißing mit. In dieses Projekt stecke die Rote Rübe auch eigenes Geld.

Der Ortsbeirat bewilligte außerdem 500 Euro aus seinen Dispositionsmitteln für das Stadtteilfrühstück. Jeweils 100 Euro erhalten ferner der Kleingärtnerverein „Waldauer Wiesen“ und der Casseler Kanu-Club. (pdi)

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