Brandbombe in der Fulda: Bereich soll geophysikalisch untersucht werden

Gesperrt: Hauptkommissar Alexander Lorch von der Wasserschutzpolizei befindet sich mit dem Polizeiboot wenige Meter von dem Bereich entfernt, wo Blasen aus der Fulda aufgestiegen sind. Foto:  Pflüger-Scherb

Kassel. Wenn alles gut läuft, dann wird noch in dieser Woche ein Taucher des Kampfmittelräumdienstes nach Kassel kommen und in der Fulda nach einer weiteren Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg suchen.

Das sagte Alexander Lorch von der Wasserschutzpolizei, nachdem er gestern Vormittag mit mehreren Experten am Fulda-Ufer über die weitere Vorgehensweise diskutiert hatte. Es sei allerdings schwer, kurzfristig solch einen spezialisierten Taucher zu engagieren, weil es nicht viele davon gebe.

Wie die HNA berichtet hatte, war die Fulda am Samstagnachmittag in Höhe des Motor-Yacht-Clubs halbseitig gesperrt worden. Wassersportler hatten beobachtet, wie Gasblasen mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern aus dem Fluss aufgestiegen waren. Ursache dafür könnte ein Phosphorgemisch aus einer 15-Kilo-Weltkriegsbombe sein. Da die Blasen giftig sind, ist die Fulda zum Teil gesperrt worden.

Die etwa 200 Meter lange Sperrung werde erst wieder aufgehoben, wenn der Taucher die Stelle am Grund der Fulda abgesucht habe, sagt Lorch.

Der Einsatz des Tauchers ist aber nur der erste Schritt. Der Flussbereich vor dem Motor-Yacht-Club soll in diesem Sommer geophysikalisch untersucht werden - auf einer Länge von 150 Metern und einer Breite von 25 bis 30 Metern.

Bei dieser Untersuchung soll der Flussboden sondiert werden. Man wolle sich einen Überblick darüber verschaffen, was für weitere Überraschungen die Fulda, die hier etwa 3,50 bis vier Meter tief ist, verbirgt.

Erst im vergangenen Jahr musste der Fluss an derselben Stelle gesperrt werden, weil eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen werden musste. (use)

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