Worauf Kunden beim Kauf achten sollten

Das bedeutet die Aufschrift auf der FFP2-Maske

Zertifiziert: Die geprüften Masken enthalten alle entsprechende Aufschriften.
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Zertifiziert: Die geprüften Masken enthalten alle entsprechende Aufschriften.

Nach der erneuten Verschärfung des Lockdowns rücken FFP2-Masken noch mehr in den Mittelpunkt. Nur: Auf was muss beim Kauf geachtet werden?

Das Regierungspräsidium Kassel hat nun mitgeteilt, welche Vorgaben es für die Hersteller gibt. Die Behörde überprüft und kontrolliert durch Stichproben, ob alles korrekt ist. Nach einer entsprechenden EU-Verordnung muss eine Atemschutzmaske demnach folgende Kennzeichnungen gut sichtbar, leserlich und dauerhaft tragen: .  Den Namen, den eingetragener Handelsnamen oder die eingetragene Marke des Herstellers. .  Die Postanschrift, unter der der Hersteller kontaktiert werden kann. Bei vielen Masken fehlt gerade diese Angabe. Der Hersteller wird dann gerügt. Es heißt aber nicht automatisch, dass die Maske nichts taugt. Es geht hier darum, dass der Verbraucher schnell einen Ansprechpartner hat, sollte es zu einer Reklamation oder Fragen kommen. .  Eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zu ihrer Identifikation.

.  Die CE-Kennzeichnung gefolgt von einer vierstelligen Nummer einer benannten Stelle. Diese gibt Rückschluss auf die zugelassene Prüfstelle und ist der Hinweis darauf, dass die Maske zertifiziert ist. .  Die Aufschrift „EN 149:2001+A1:2009“ für die Norm und die zutreffende Klasse FFP1, FFP2 oder FFP3, gefolgt von einer Leerstelle und gegebenenfalls den Buchstaben NR, falls der Gebrauch der Maske auf acht Stunden begrenzt ist, oder dem Buchstaben R, falls die Maske wiederverwendbar ist. .  Den Masken müssen eine Anleitung und Informationen beigefügt sein, die alle zweckdienlichen Angaben enthalten – und zwar in deutscher Sprache.

Fehlen die verbindlichen Kennzeichnungen oder fehlen Teile davon, so entsprechen sie nach Angaben des Regierungspräsidiums Kassel zumindest schon mal aus formalen Gründen nicht den Anforderungen. Es könnte sich in solchen Fällen um Atemschutzmasken handeln, die nicht dem europäischen Recht entsprechen. Heißt: Man könnte es hierbei nur mit einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen zu tun haben, die nicht dem Schutz des Trägers dienen.

Sollten sich Verstöße des Herstellers bei den Stichproben ergeben, kann das Regierungspräsidium eingreifen: Es kann untersagen, die Masken auf den Markt zu bringen oder es kann die Produkte zurückrufen. Auch Geldbußen sind möglich.  

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