Luftbelastung bleibt noch unter dem Grenzwert

Buga hat ausgezeichnete Wasserqualität - Ozonwert steigt

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Er braucht kein Schwimmbad: Jens Perlwitz vom Verein CSK 98 kühlt sich in der Fulda ab. Der Fluss hat derzeit mit knapp 20 Grad eine fast angenehme Temperatur.

Kassel. Die Hitzewelle hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Dennoch zeigen sich bereits jetzt die ersten Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Derzeit ist die Wasserqualität aber noch so gut, dass etwa ein Bad in der Buga völlig unbedenklich ist.

Auch die steigenden Ozonwerte hatten in Kassel am Mittwoch noch keine kritische Grenze erreicht.

Das Wasser

Die Qualität des Buga-Sees ist aktuell ausgezeichnet. Dies ergab die jüngste Wasserprobe, die das Kasseler Gesundheitsamt vor drei Wochen genommen hatte. Die nächste Probe wird kommende Woche gezogen. Geprüft wird etwa, ob sich zu viele Bakterien im Wasser tummeln. Nach Auskunft von Gesundheitsamtsleiterin Dr. Karin Müller gibt es derzeit in der Buga auch keine Probleme mit den gefährlichen Blaualgen.

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Unterdessen steigt die Temperatur der Fulda an. Aktuell liegt sie bei knapp 20 Grad (Messpunkt bei Wahnhausen). Vor gut einer Woche hatte die Fulda noch 15 Grad. Nach Auskunft des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie wird es erst problematisch, wenn die Temperatur des Flusses auf 25 Grad steigt. Dann verringere sich der Sauerstoffgehalt, was die Tierwelt gravierend beeinträchtige.

Längere Hitzeperioden mit Wassertemperaturen von 25 Grad oder mehr könnten auch dazu führen, dass Wärmeeinleitungen durch Kraftwerke oder Industrie eingeschränkt oder untersagt werden. Für den Rhein sei dies aber wahrscheinlicher als für die Fulda.

Sie bevölkern den Buga-See: Bis zu 300 Tiere hat der Naturschutzbund schon gesichtet.

Ein Ärgernis für manchen Besucher der Buga sind die großen Graugans-Populationen. Diese hinterlassen auf den Wiesen, an den Stränden und im Wasser ihre Fäkalien. „Bis zu 300 Gänse halten sich zeitweise an der Buga auf“, sagt Peter Lorenz vom Vorstand des Naturschutzbundes Kassel. Durch ihren Kot sorgten sie für eine Nährstoffanreicherung im Wasser und in den Böden.

Nach Einschätzung der Stadt ist die Buga zwar „verkotet“, daran seien aber auch andere Vogelarten beteiligt wie Nilgänse, Schwäne und Enten. Die Nähstoffanreicherung des Wasser sei bislang unproblematisch.

Die Ozonwerte

Mit der Hitze steigen die Ozonwerte. In Kassel lag der Wert am Mittwoch bei bis zu 130 µg pro Kubikmeter. Der Grenzwert liegt bei 180 µg. Ab dieser Schwelle warnt das Landesamt für Umwelt und Geologie die Bevölkerung, Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Besonders empfindliche Menschen sollten sich daran halten. In Südhessen wurden diese Werte gestern bereits teilweise erreicht. „Weil die Hitze in den nächsten Tagen anhält, ist zu erwarten, dass in einigen Bereichen Hessens dieser Grenzwert überschritten wird“, sagt Helmut Weinberger, Sprecher des Landesamtes. Die Alarmschwelle liege bei 240 µg pro Kubikmeter.

Ozon kann bei höheren Konzentrationen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Atemwege führen.

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