Städtische Werke Kassel

Wassergeld: Mieter warten auf Rückzahlung

Kassel. Die städtische GWG, mit rund 8500 Wohnungen größter Vermieter in der Stadt, rechnet laut Geschäftsführer Peter Ley im Dezember mit der Rückzahlung von fast einer Million Euro Wassergeld an die Mieter.

Fast acht Millionen Euro zu hoher Wasserpreise haben die Kasseler Stadtwerke bereits erstattet. Doch bei vielen Mietern ist noch kein Geld angekommen. Der Mieterbund Nordhessen appelliert an die Vermieter, die Erstattung zeitnah an ihre Mieter weiterzureichen.

Insgesamt geht es um 17,8 Millionen Euro, die die Städtischen Werke Kassel ihren 70.000 Wasserkunden - das sind rund 110.000 Haushalte in Kassel und Vellmar - für zu hohe Wasserpreise zurückzahlen, die in den Jahren 2008 bis März 2012 kassiert wurden. Darauf hatten sich die Stadtwerke und die Landeskartellbehörde im hessischen Wirtschaftsministerium nach jahrelangem Rechtsstreit im September in einem Vergleich geeinigt.

25.000 Kunden hätten bereits die Erstattung bekommen, sagt Stadtwerke-Sprecher Ingo Pijanka. Er sei zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten alle Kunden abgerechnet werden könnten.

Darunter sind auch die großen Wohnungsgesellschaften in Kassel. Man habe auf der Basis des Wasserverbrauchs bereits ausgerechnet, wie viel davon jeder Mieter zurückbekomme. Entsprechend weniger Miete ist im Januar fällig, denn die Rückzahlung will die GWG mit der Miete verrechnen.

Schwieriger wird es, wenn Mieter inzwischen ausgezogen sind. Wer als Mieter beim Auszug nicht seine neue Anschrift hinterlassen hat, tut gut daran, sich in Sachen Erstattung selbst bei seinem früheren Vermieter zu melden, rät der Mieterbund.

Denn nach Einschätzung des Eigentümerverbandes Haus & Grund hat der Vermieter keine Nachforschungspflicht, sagt der Kasseler Verbandsvorsitzende Wolfram Kieselbach.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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