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Zissel in Kassel: Zu den Attraktionen gehört eine Wildwasserbahn

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Sie hatten Spaß in der Wildwasserbahn: (von oben) Finn Rennert mit seiner Patentante Annette Merz und deren Kindern Karla und Keno.
Sie hatten Spaß in der Wildwasserbahn: (von oben) Finn Rennert mit seiner Patentante Annette Merz und deren Kindern Karla und Keno. © Pia Malmus

Tausende von Menschen besuchten am Wochenende den Zissel. Zu den Attraktionen auf dem Volksfest gehört eine Wildwasserbahn.

Kassel – Man sollte sich nicht zu nah an eine Wildwasserbahn stellen. Diese Erfahrung hat zumindest am Samstagnachmittag eine Frau gemacht, die dicht an der Bande stand, um zu schauen, von wo aus man die besten Fotos von dem „Big Splash“ auf der Karlswiese machen könnte. Plötzlich war das Oberteil der Frau nämlich pitschnass.

Mehr Spaß hatten da die vielen Kinder, Frauen und Männer, die das Fahrgeschäft auf dem Zissel ausprobierten. Lachende Gesichter und Gejohle waren zu sehen und zu hören. „Die Mama hat geschrien wie am Spieß, aber es war gar nicht so schlimm“, sagte die zwölfjährige Karla, nachdem sie ihre Fahrt in der Wildwasserbahn beendet hatte.

Tausende Menschen besuchten ab Samstagnachmittag Nordhessens größtes Volks- und Wasserfest. Sie amüsierten sich entweder in den Fahrgeschäften auf der Karlswiese oder schlenderten über den Auedamm. „Wir freuen uns, endlich wieder mal eine Ablenkung vom Alltag zu haben“, sagte Angelika Asselborn aus Kaufungen, als die ihren beiden Kindern beim Karussellfahren zuschaute. Die Zwillinge Emilia und Damian (3) hatten sichtlich Spaß auf zwei Polizeimotorrädern im Kinderkarussell. Der zehnjährige Keno, der mit seiner Familie über das Fest schlenderte, konnte sich gar nicht entscheiden, was ihm am besten gefallen hat. „Wildwasserbahn, Shirocco, Mandeln, Zuckerwatte und Schießbude“, zählte er auf und strahlte über das ganze Gesicht.

Nach dem Rundgang ins Weindorf: (von links) Marion Böhm, Sebastian Böhm mit seiner Nichte Luise, Ulrich Böhm und Jasmin Hold.
Nach dem Rundgang ins Weindorf: (von links) Marion Böhm, Sebastian Böhm mit seiner Nichte Luise, Ulrich Böhm und Jasmin Hold. © Malmus, Pia

Viele Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel kamen der Aufforderung von Ministerpräsident Boris Rhein nach. Der hatte zur Eröffnung am Freitagabend auf der Regattawiese ja gesagt, dass die Menschen Geld ausgeben sollten, um den Schaustellern eine Freude zu machen.

Zu guten Umsätzen trugen auch die vielen Damen bei, die in verschiedenen Gruppen Junggesellinnenabschiede auf dem Zissel feierten. Milena Feucht hatte solch eine Party für ihre Schwester Melissa organisiert. Die wird am 10. September heiraten. Drei Generationen der Familie Böhm aus Espenau genossen nach dem Rundgang über den Rummel die Atmosphäre im Weindorf. „Die Temperaturen sind perfekt“, sagte Sebastian Böhm. Am späten Nachmittag schien auch die Sonne über Kassel.

Nach eineinhalb Stunden war da zum Glück auch das Oberteil der Frau, die das Missgeschick an der Wildwasserbahn hatte, wieder getrocknet. (use)

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