Verkehr staute sich

Zu den Wasserspielen alles dicht am Herkules

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Kurz vor dem Start der Wasserspiele: Auf dem Parkplatz vor dem Besucherzentrum Herkules wurde es auch gestern eng. Jede Menge Autos, Linien- und Ausflugsbusse drängten sich hier.

Kassel. Eine gute halbe Stunde vor dem Start der Wasserspiele um 14.30 Uhr war am Sonntag am Herkules alles dicht. Tausende von Menschen waren wieder mit dem Auto unterwegs.

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Der Randstreifen an der Zufahrt vom Ehlener Kreuz war ebenso zugeparkt wie die Parkplätze unterhalb und neben dem Besucherzentrum. Selbst auf den Waldwegen Richtung Elfbuchen standen die Autos. Zum Saisonauftakt am 1. Mai war der Andrang sogar noch größer. „Die Verkehrsplanung am Herkules geht nicht auf“, kritisiert Michael Schwab, der Vorsitzende des Fördervereins Neue Herkulesbahn. Das Erschließungskonzept für den Bergpark sieht er als gescheitert. Der öffentliche Nahverkehr spiele kaum eine Rolle und werde vom Autoverkehr förmlich überrollt.

In der Tat scheint der Andrang am Herkules noch einmal zuzunehmen. Das ist eine Tendenz, die sich bereits seit der Eröffnung des neuen Besucherzentrums vor zwei Jahren abzeichnet. Mit der Sanierung des Kasseler Wahrzeichens und der zunehmenden öffentlichen Wahrnehmung durch die Bewerbung als Welterbe sind der Herkules und die Wasserspiele noch bekannter geworden.

„Das ist eine erfreuliche Entwicklung, auch wenn uns die Parkplatzprobleme Sorgen bereiten“, sagt Lena Pralle, die Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Bei allen Ankündigungen für Veranstaltungen im Bergpark weise man ausdrücklich auf die Angebote von Bussen und Bahnen hin.

Gedränge auf der Zufahrt: Die Straße zum Herkules ist Ausweichparkplatz.

Das scheint zumindest teilweise zu fruchten, denn die Busse zum Herkules waren voller Menschen. Für eine spürbare Entlastung bei der Anreise mit dem Auto reicht das allerdings nicht. Der Förderverein setzt sich deshalb nach wie vor dafür ein, dass möglichst bald wieder eine Straßenbahn durch das Druseltal fährt. Bis in die 1960er-Jahre war das der Fall. Eine neue Herkulesbahn mit modernen Fahrzeugen könne deutlich mehr Menschen transportieren als der Bus, so die Begründung. Die Landesregierung und die Kasseler Stadtverordneten wollen sich damit näher befassen, wenn Ende Juni eine Entscheidung zum Thema Welterbe gefallen ist.

Sollte der Bergpark diesen Status erreichen, rechnet man mit noch mehr Besuchern als heute. Erste Hochrechnungen der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) zu den Kosten einer Bahnlinie zum Herkules hatten ergeben, dass dieses Projekt ohne massive Förderung des Landes nicht zu finanzieren sei. Die Wasserspiele finden sonntags, mittwochs sowie an Feiertagen jeweils um 14.30 Uhr statt.

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