Benefizveranstaltung findet in diesem Jahr online statt

Kein Tigerentenrennen auf der Fulda

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Werden volljährig: die Kasseler Tigerenten. Das soll auch in Corona-Zeiten gefeiert werden.

Wegen Corona kann in diesem Jahr das Tigerentenrennen auf der Fulda in Kassel nicht wie geplant stattfinden.

Kassel - Das Tigerentenrennen findet nicht wie gewohnt statt. Da Großveranstaltungen bis August verboten sind, schwimmen die kleinen schwarz-gelben Tigerenten an Himmelfahrt nicht auf der Fulda um die Wette.

„Normalerweise wird unsere Arbeit zu einem großen Teil durch das Tigerentenrennen finanziert. Die Absage bedeutet für uns einen erheblichen finanziellen Verlust“, sagt Ute Wienkamp, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Verein „Soziale Hilfe“. Dieser organisiert das Rennen seit 18 Jahren. Der Erlös fließt direkt in die Arbeit des Vereins. In diesem finden wohnungslose, haftentlassene und notleidende Menschen Hilfe.

Corona in Kassel: Alternatives Tigerentenrennen im Juni

„Gerade jetzt, wo obdachlose Menschen ohne Schutz auf der Straße leben und dem gesundheitlichen Risiko in besonderer Weise ausgesetzt sind und Unterstützung brauchen, ist die Absage schmerzhaft“, sagt Wienkamp. Darum hat sich der Verein gemeinsam mit zwei Hauptsponsoren, der Werbeagentur Machbar und dem Softwareunternehmen Micromata, etwas einfallen lassen: Im Juni soll es ein alternatives Tigerentenrennen geben. „Die Planungen laufen bereits.“

Angedacht ist, dass die Tigerenten-Paten ab Anfang Juni über die Website tigerentenrennen-kassel.de ihre Lose für insgesamt 13.333 Tiere kaufen können. Für jedes Los gibt es ein PDF-Dokument zum Ausdrucken und Ausmalen. Aus allen Losen werden am Renntag die Gewinnerlose gezogen. Die ersten 18 Lose werden einer Tigerente zugeordnet. „Diese 18 Tigerenten liefern sich im Anschluss dann ein kleines Rennen an einem geheimen Wasserlauf“, erklärt Wienkamp. Die drei schnellsten Tigerenten gewinnen je einen Hauptpreis.

Zudem soll es auch in diesem Jahr zahlreiche weitere Preise geben. „Wir hoffen, dass uns die Leute trotz der besonders Situation unterstützen und so unsere Arbeit für die Hilfesuchenden auch in diesen besonderen Zeiten mit ermöglichen“, sagt Wienkamp.

Hilfe für Wohnungslose

Der Verein „Soziale Hilfe“ kümmert sich um wohnungslose und notleidende Menschen. In der Tagesaufenthaltsstätte Panama, einer Beratungsstelle sowie in einem Wohnprojekt für Frauen finden hilfesuchende Menschen einen geschützten Raum, Notschlafstellen, Essen, Kleidung, Hygieneangebote und bekommen die Möglichkeit, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Informationen zur Arbeit des Vereins und Möglichkeiten diesen zu unterstützen, gibt es auf soziale-hilfe-kassel.de.

Mehr Informationen zu Corona in der Region Kassel:

Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Stadt und Landkreis Kassel gibt es im News-Ticker.

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