Nur halb so viel Verkehr: Wegen Corona ist es auf Autobahnen um Kassel deutlich ruhiger

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Dauerbaustelle: In diesem Abschnitt zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost wird demnächst der neue Fahrbahnbelag in Richtung Norden aufgetragen. Im Sommer wechselt die Bautätigkeit wieder auf die andere Seite.

Der Verkehr auf den Autobahnen um Kassel ist wegen der Coronakrise um 45 Prozent zurückgegangen. Diese Daten nach einer Zählung am 2. April nannte jetzt die Landesbehörde Hessen Mobil.

„Überwiegend tragen die Pkw zu diesen Rückgängen bei“, erläutert Behördensprecher Marco Lingemann. Beim Schwerverkehr seien nach wie vor eher geringe Abnahmen zu verzeichnen. Zu Verzögerungen bei Arbeiten auf den großen Autobahnbaustellen – etwa auf der A7 zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost und auf der A44 Höhe VW-Werk – komme es als Folge der weltweiten Pandemie nicht, so der Sprecher.

Bei der Bautätigkeit gebe es keine Probleme, sagt Lingemann. „Die Baubranche läuft.“

Dass Arbeiten aufgrund der schwächeren Verkehrsströme sogar schneller als geplant über die Bühne gehen, verneint Lingemann. Die Verträge mit den Firmen seien lange vorher gemacht, genauso wie die Pläne für die Verkehrsführung während der Bauphase.

„Wir können da so schnell nichts ändern“, sagt er. Und außerdem wisse man ja nicht, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Der Stand bei der A7 Bautelle

Beim achtspurigen Ausbau der A 7 zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost laufe alles nach Plan, so Lingemann. Die beiden Brückenbauwerke in dem Abschnitt seien bis auf Restarbeiten fertig. Auch werde voraussichtlich von August bis September die neue Fahrbahndecke in Fahrtrichtung Nord aufgetragen. Im Anschluss folge bis Oktober der Einbau der Asphaltschicht Richtung Süden.

Der stand bei der A44 Baustelle

Beim Neubau der A44-Brücke über die Straßenbahngleise am VW-Werk habe sich ebenfalls am Zeitplan nichts geändert, so der Sprecher. Allerdings wechsele die Baustelle im Juni auf der neuen Brücke auf die andere Seite (Fahrtrichtung Kassel). Dann werde mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen.

Und wie sieht die Arbeit der Straßenmeistereien in Zeiten von Corona aus? Die Arbeitsgruppen der Straßenmeistereien seien verkleinert worden, berichtet Lingemann. „Statt bis zu sieben Personen arbeiten nun maximal zwei bis drei Personen in einer Kolonne.“ Und: „Die Mitarbeiter achten streng darauf, den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten.“ Der Arbeitsbeginn und das Ende seien so gelegt, dass diese sich nicht auf dem Hof der Straßenmeistereien begegnen. Und auch in der Verwaltung hat die Pandemie die Arbeitsweise verändert. Laut Hessen-Mobil-Sprecher Lingemann arbeiten von der Hauptstelle der Behörde in Kassel rund 280 Beschäftigte aktuell von zuhause aus.

Obwohl es ruhiger ist auf der A7, die Bauarbeiten gehen weiter. Vom 15.05.2020 bis zum 17.05.2020 wird ein Teil der Autobahn voll gesperrt

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