Kein Derby mehr im Frauen-Volleyball: Drei Ligen, drei Teams

TV Jahn und Bergshausen steigen auf, Wehlheiden muss runter

Wie geht es mit Wehlheiden weiter? Evis Hofverberg ist mit dem Regionalligisten abgestiegen. Foto:  Schachtschneider/nh

Kassel. Der TV Jahn schafft nach dem Abstieg aus der Dritten Liga den direkten Wiederaufstieg, die FSV Bergshausen darf als Zweiter der Oberliga direkt in die Regionalliga aufsteigen, und die TG Wehlheiden muss  zurück in die Oberliga.

Heißt: Im nächsten Jahr gibt es kein Derby, da drei Mannschaften in drei unterschiedlichen Spielklassen antreten. Der Überblick nach dem Saisonfinale:

TV JAHN KASSEL

Der Meister der Regionalliga Südwest hat sich schnell entschieden, dass nach dem erfolgreichen Titelgewinn auch der abermalige Aufstieg in die Dritte Liga stehen soll. „Am Montag nach unserem letzten Spiel haben wir uns zusammengesetzt, und es war keine Spielerin dabei, die gesagt hat, dass wir in der Regionalliga bleiben sollten“, sagt Außenangreiferin Alexandra Schwindt. Fest steht, dass Mona Gennies und Maike Wendling das Team aus beruflichen Gründen verlassen werden. Dafür stehen bereits drei Neuzugänge fest. Jessica Jahn und Katharina Stark kommen aus Eschwege, zudem wird die ehemalige Wehlheider Zuspielerin Kim Leimbach die Mannschaft verstärken. „Gerade auf dieser Position hatten wir in unserem ersten Drittliga-Jahr enorme Probleme, hinzu kamen Verletzungen von weiteren Stammspielerinnen. Sollten wir von Ausfällen verschont bleiben, ist der jetzige Kader nicht schlechter, als der vor zwei Jahren“, sagt Schwindt. Auch erste Gespräche mit den Sponsoren seien vielversprechend verlaufen.

TG WEHLHEIDEN

Wie es beim Regionalliga-Absteiger weitergeht, steht noch nicht fest. „Wir haben am 22. April noch eine Mannschaftssitzung, da besprechen wir dann alles. Aber es wird sicherlich einen Umbruch geben“, sagt Evis Hofverberg, die kürzlich ihren 40. Geburtstag feierte. Ob sie, wie auch einige ihrer langjährigen Teamkolleginnen, in der Oberliga weiterspielen, soll an besagtem Termin besprochen werden. „Die Zeichen stehen ein bisschen auf Abschied, aber entschieden ist noch nichts. Es ist schon sehr enttäuschend, wie die Saison verlaufen ist. Wir hätten sicher das Potenzial gehabt, den Regionalliga-Platz zu halten“, sagt Hofverberg. im Rückblick.

FSV BERGSHAUSEN

Mit Platz zwei in der Oberliga haben sich die Fuldabrückerinnen nach einer richtig starken Saison die Teilnahme an den Aufstiegsspielen gesichert. Da aber die ersten drei Teams aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar allesamt darauf verzichteten, steigt die FSV nun sogar direkt in die Regionalliga auf. „Wir haben es uns sportlich verdient, und nur eine einzige Spielerin wäre lieber noch in der derzeitigen Klasse geblieben“, sagt Trainer Dietmar Gottschlich, der nun erst mal einen B-Trainerschein machen muss. Das ist eine der Auflagen für die Regionalliga. Zudem müssen die Bergshäuserinnen 1300 Euro für Schiedsrichter-Gebühren aufbringen. „Aber wir wollen das Abenteuer wagen. Wenn man bedenkt, dass einige Spielerinnen vor nicht allzu langer Zeit noch Bezirksliga oder Bezirksoberliga gespielt haben, ist das eine tolle Sache“, sagt Gottschlich.

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