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Feierlaune auf Wehlheider Kirmes: Gaststätten so voll wie vor Corona

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Von: Thomas Siemon

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Heiße Musik bei sommerlichen Temperaturen: Im offenen Festzelt beim Düsseldorfer Hof ging die Party am Wochenende während der Wehlheider Kirmes ab.
Heiße Musik bei sommerlichen Temperaturen: Im offenen Festzelt beim Düsseldorfer Hof ging die Party am Wochenende während der Wehlheider Kirmes ab. © Dieter Schachtschneider

Im Bermuda-Dreieck zwischen dem Düsseldorfer Hof, der Backstube und dem Georg-Stock-Platz war am Wochenende richtig viel los. Zumindest in den Gaststätten mit Biergarten und Livemusik kamen wieder so viel Besucher wie vor Corona.

„Es läuft super“, sagte am Samstagabend Kostas Vick, der Wirt vom Düsseldorfer Hof. Der hatte wie seine Kollegen richtig viel zu tun, aber es sollte sich gelohnt haben. Trotz der verkleinerten Version der Kirmes hatten die Menschen richtig Lust zu feiern. Dabei war der Stock-Platz die Entdeckung neben den etablierten Gaststätten. Große Fahrgeschäfte durften hier nicht stehen, weil der Untergrund nach der flächendeckenden Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr fest genug ist. „Ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht“, sagt Sönke van der Werf vom Vorstand der Turngemeinde Wehlheiden (TGW).

Entspannte Stimmung und liebevolle Dekoration: der Biergarten der Backstube.
Entspannte Stimmung und liebevolle Dekoration: der Biergarten der Backstube. © Dieter Schachtschneider

Für den Veranstalter der 72. Auflage der Kirmes war es ein schwieriger Spagat. Auf der einen Seite musste man nach zwei Jahren Coronapause ohne Einnahmen die Kosten und den Aufwand deckeln. Unter anderem wurde der traditionelle Festzug gestrichen. Auf der anderen Seite wollte man den Besuchern trotzdem ein attraktives Programm bieten.

Eine Entdeckung: der Georg-Stock-Platz mit Sitzbänken statt großer Fahrgeschäfte.
Eine Entdeckung: der Georg-Stock-Platz mit Sitzbänken statt großer Fahrgeschäfte. © Dieter Schachtschneider

Die Resonanz bei allerbestem Kirmeswetter zeigt, dass das gelungen ist. Auch wenn das Kirmespublikum nur selten den Weg hinunter in die Tischbeinstraße Richtung Bleibtreu gefunden hat. Im kommenden Jahr soll das wieder anders werden. Mit größeren Straßensperrungen und einem Festzug will die TGW dann eine „Große Wehlheider Kirmes“ feiern, wie das eigentlich auch im Namen festgeschrieben ist. Bis zu einer möglichen teilweisen Bebauung wird der Stock-Platz dann wie in diesem Jahr genutzt. Als Angebot auch für die jüngeren Besucher mit entsprechender Musik. „Ich bin froh, dass sich bislang alle gut benommen haben“, sagt Sönke van der Werf. Der hat übrigens auf der Kirmes seinen 41. Geburtstag gefeiert.

Von Thomas Siemon

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