Investor will das Wohnhaus an der Wilhelmshöher Allee 149 generalsanieren

Gebäude wechselt Besitzer

Mieter sind bereits ausgezogen: Das Mehrfamilienhaus an der Wilhelmshöher Allee/Ecke Hupfeldstraße hat bald einen neuen Besitzer. Der plant eine komplette Renovierung des bereits entkernten Gebäudes. Foto: Schachtschneider

Wehlheiden. Eine umfangreiche Sanierungskur steht dem vierstöckigen Wohn- und Geschäftshaus an der Wilhelmshöher Allee 149/Ecke Hupfeldstraße bevor. Vor vier Monaten war der letzte Mieter ausgezogen, und so konnte jetzt die gesamte Immobilie en bloc verkauft werden. Zurzeit werden noch die letzten Details des Kaufvertrags verhandelt, sagte Alexander Alter, Geschäftsführer von Leineweber Immobilien in Kassel, auf HNA-Anfrage.

In zwei Wochen kann der neue Eigentümer – nach Auskunft von Alter ein erfahrener Investor aus Kassel – mit den Sanierungsarbeiten beginnen.

Das Haus, in dem sich zuletzt acht Wohnungen befanden, ist bereits komplett entkernt. Nach der Generalsanierung, vor allem auch unter energetischen Gesichtspunkten, soll das in den 1960er-Jahren erbaute Haus, das sich noch im Besitz eines Kasseler Privatmanns befindet, wieder als Wohnhaus ausgebaut werden. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Geschäftsraum, in dem zuletzt das türkische Restaurant Topkapi mit einem Biergarten zur Hupfeldstraße hin residierte. Der Gastronom Tanzer Fakabasmaz ist inzwischen mit seinem Restaurant an die Friedrich-Ebert-Straße gezogen. Ob in das Haus wieder Gastronomie einziehen wird, konnte Alter nicht sagen.

„Die Nachfrage war gut“

Probleme, das Haus an der Wilhelmshöher Allee zu veräußern, habe der Immobilienmakler nicht gehabt, sagt Alexander Alter: „Die Nachfrage war sehr gut.“

Auch der Ortsvorsteher von Wehlheiden, Norbert Sprafke, freut sich, dass das Wohnhaus an der Straßenecke nach Monaten des Leerstands einen neuen Eigentümer bekommt, der das Gebäude sanieren will: „Es bestand die Gefahr, dass das Haus zum Schandfleck gerät, deshalb freuen wir uns auf die Sanierung.“ In Anspielung darauf, dass früher in einigen Fenstern des Hauses rote Laternen zu sehen waren, sagte Sprafke: „Ich wünsche mir künftig auch eine bessere Nutzung.“

Sprafkes größter Wunsch aber ist, dass „bezahlbarer Wohnraum im Geschosswohnungsbau“ entsteht. Zuletzt sei in Wehlheiden viel Wohnraum in hochpreisigen Stadtvillen entstanden, den sich nur die wenigsten leisten könnten. Archivfoto: nh

Von Christina Hein

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