137 Jahre alt

Gefängnis in Wehlheiden wird für 100 Millionen Euro saniert

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Die JVA Wehlheiden aus der Luft: 

Kassel. Das im Jahr 1882 gebaute Gefängnis in Wehlheiden soll nach über 135 Jahren Betrieb zum ersten Mal grundsaniert werden. Aus Sicherheitsgründen muss das in Etappen geschehen.

Das Land Hessen werde in die Sanierung der Justizvollzugsanstalt Kassel I, die an der Theodor-Fliedner-Straße liegt, innerhalb des nächsten Jahrzehnts bis zu 100 Millionen Euro investieren, kündigte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann gegenüber der HNA an.

Für die Vorabmaßnahmen dieser aufwendigen Sanierungsarbeiten seien bereits 2,5 Millionen Euro im Haushalt 2018 vorgesehen. Fest vereinbart zwischen Finanz- und Justizministerium seien 75 Millionen Euro für die Sanierung der vier Zellengebäude. Weitere 20 Millionen sollen in ein neues Wirtschaftsgebäude fließen, zudem soll das zentrale Gefängniskrankenhaus, das für ganz Hessen zuständig ist, nach einer Bedarfsprüfung saniert werden.

„Mit dieser Entscheidung ist der Standort Kassel über Jahrzehnte gesichert“, sagte die Ministerin. In der Vergangenheit hatte es auch Überlegungen gegeben, ob es sich lohnt, das Gefängnis in Wehlheiden mit 335 Beschäftigten zu sanieren. Da die Grundsubstanz des Mauerwerks aber noch in Ordnung ist, falle eine Sanierung günstiger aus als ein Neubau. Kühne-Hörmann vergleicht das Bauvorhaben mit einer „Operation am offenen Herzen“. Aus Sicherheitsgründen würden die vier Gefängnisflügel etappenweise saniert.

Nach Angaben von Anstaltsleiter Jörg-Uwe Meister werden alle Fenster und Leitungen erneuert – die Hauptleitungen stammen aus dem Jahr 1882. Zudem gibt es eine neue Dämmung sowie neue sanitäre Anlagen. Mit der der Sanierung sollen auch die Anforderungen an den Brandschutz und die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen erfüllt werden.

Ende 2018 soll zunächst eine Lärmschutzwand am Windmühlenweg errichtet werden, um die Anwohner während der Bauzeit zu schützen.

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