450 Wohnungen sollen entstehen - Baustart war für 2018 geplant

Frühere Jägerkaserne in Kassel: Pläne für Areal ins Stocken geraten

Vorentwurf: So soll das Wohnquartier an der alten Jägerkaserne aussehen. Foto: Global Konzept

Das geplante Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) lässt auf sich warten. Eigntlich sollte seit 2018 dort gebaut werden.

Eigentlich will hier die Immovation Immobilien Handels AG aus Kassel bis zu 450 Mietwohnungen bauen. Der Baustart war für 2018 geplant. Doch seit dem Abriss der RKH-Hallen gibt es auf dem Gelände an der früheren Jägerkaserne keine Bautätigkeit mehr. Dabei werden in der Stadt dringend Wohnungen gebraucht.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) hatte bereits Kontakt zum Investor aufgenommen. „Dort ist bislang nichts passiert. Dabei ist der Bebauungsplan seit anderthalb Jahren beschlossen“, so Nolda. Die Hintergründe kenne er nicht.

Auf HNA-Anfrage teilt die Immovation AG mit, dass es sich um ein komplexes Bauvorhaben handele. Es müssten noch planerische und baurechtliche Details mit der Stadt abgestimmt werden, teilt Sprecher Michael Sobeck mit. Dazu zähle die Verkehrsanbindung des Wohnquartiers an die Ludwig-Mond-Straße. Angaben zum Baustart könne er nicht machen. Bereits im Jahr 2014 hatte der Architekturwettbewerb zum Projekt stattgefunden.

Das Wohnungsbauprojekt in Wehlheiden ist nicht das einzige, das auf sich warten lässt. Derzeit laufen im Stadtgebiet 15 große Vorhaben, durch die insgesamt knapp 3200 Wohnungen entstehen sollen. Hinzu kommen viele weitere kleine, zu denen die Stadt aber keine Zahlen hat. Von den 15 Großprojekten sind nur drei schon soweit gediehen, dass sie im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen werden können.

Dabei wird Wohnraum dringend benötigt. Bis 2030 liegt der Bedarf in Kassel bei 11.700 zusätzlichen Wohnungen, wie eine Studie des Institutes Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag der Stadt jüngst herausfand. Vor allem Sozialwohnungen sind ein knappes Gut. Zuletzt gab es stadtweit nur noch 7600 öffentlich geförderte Wohnungen mit entsprechend günstigen Mieten. Vor zehn Jahren waren es noch über 10.000.

Aus dem Archiv: Abriss auf Gelände der Jägerkaserne beginnt: 450 Wohnungen entstehen

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