Hunderte neue Wohneinheiten

Jägerkaserne: Stadt will Fläche für Wohnungen kaufen 

Kassel. Die Stadt will dem Bund dessen verbliebene Gebäude und Flächen der ehemaligen Jägerkaserne abkaufen. Dort soll ein Wohnquartier entstehen.

Nach Auskunft von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) ist geplant, auf dem Grundstück ein Wohnquartier zu entwickeln.

Bei den laufenden Verhandlungen geht es um ein Areal von 54 000 Quadratmeter direkt am Park Schönfeld. Auf dem dortigen Innenhof könnten 120 Wohnungen entstehen. Zudem ist langfristig geplant, die alten Kasernengebäude für Wohnzwecke umzubauen.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verhandelt im Auftrag des Bundes über den Verkauf. Deren Sprecher bestätigt auf HNA-Anfrage die Gespräche. Nach Auskunft von Stadtbaurat Nolda hat die Bima ebenfalls Interesse an einem Verkauf.

„Wir würden das Areal gerne kaufen, entwickeln und dann parzellenweise veräußern“, sagte Nolda. Die bislang in den Bestandsgebäuden bestehende Mischnutzung aus Dienstleistungen, Wohnen, Gewerbe und Verwaltung solle nach einem Kauf durch die Stadt bestehen bleiben. So könne dann etwa das in einem der Altbauten angesiedelte Karrierecenter der Bundeswehr künftig Mieter der Stadt sein. „Auch die bislang in einem Gebäude untergebrachten Flüchtlinge können dort bleiben, so lange der Bedarf besteht“, sagte Nolda.

Die ab 1910 erbaute Jägerkaserne ist in drei Abschnitte unterteilt. Der Bereich „Jägerkaserne III“ ist bereits von der Immovation AG zu einem Wohnquartier entwickelt und verkauft worden. Zudem ist in den dortigen Altbauten auch der Werkhof angesiedelt, der Angebote für behinderte Menschen anbietet. Das Areal „Jägerkaserne II“ wurde auch von der Immovation AG erworben, wird aber bis Ende 2015 vom Busunternehmen RKH genutzt, das den Betrieb einstellt. Ab 2016 sollen dort 400 Wohnungen entstehen.

Um das größte der Areale, „Jägerkaserne I“, verhandeln nun Stadt und Bund.

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