Verpachtungspläne platzten

Zurück in Kassel: Im Restaurant „Raffaello“ kocht wieder der Chef

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Fisch vom Feinsten gab es bis Sommer 2017 im "Raffaello" in Wehlheiden: Chef Mimo Dora traut sich auch an solche stattlichen Exoten wie diesen pazifischen Gotteslachs. Dora wird das Restaurant in Kassel wieder betreiben. Dafür kehrt er aus dem Kreis Fulda zurück.

Kassel. Überraschung für Freunde exquisiter Fischgerichte: Das Restaurant "Raffaello" im Kasseler Stadtteil Wehlheiden, das seit Juni 2017 geschlossen ist, macht am Mittwoch wieder auf.

Und zwar unter bewährter Leitung von Maria und Mohamed Mimo Dora. Schon seit dem Jahr 1987 war das Paar selbstständig in der Kasseler Gastro-Szene unterwegs.

Dabei hatte sich der Inhaber und Küchenchef von der Feerenstraße im nordhessischen Kassel bereits ins osthessische Bad Salzschlirf verabschiedet, wo er in den vergangenen Monaten die Küche eines großen Hotelrestaurants geleitet hat. Zahlreiche Kasseler Gäste waren eigens in den Kurort im Kreis Fulda gereist, um Doras Küche zu genießen. Die Arbeitsbedingungen? Alles tadellos, sagt Dora. Warum also nun dieser Sinneswandel und die Rückkehr nach Kassel?

Weil es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen ist, geeignete Nachfolger für den Betrieb des Restaurants im eigenen Kasseler Haus zu finden. „Viermal hatten wir schon einen Pachtvertrag fertig, jedes Mal sind die Interessenten kurz vor der Neueröffnung abgesprungen“, erzählt das Ehepaar Dora.

Es war so vorgesehen gewesen, dass seine Frau und seine Tochter weiter im Haus wohnen bleiben, während Dora zwischen Kassel und Bad Salzschlirf pendelt. Ohne sichere Pachteinnahmen für den Unterhalt der Immobilie funktioniere der Plan aber nicht: „Wir haben ohnehin die gesamte Renovierung gezahlt, um einen Pächter zu gewinnen.“

Neben seiner Arbeit in Bad Salzschlirf habe er fortwährend für Fragen und Probleme von Pachtinteressenten ansprechbar sein und deshalb auch häufig außer der Reihe nach Kassel fahren müssen. „Ständig hatte ich nur Sorgen, was in Kassel passieren wird“, sagt Mohamed Dora.

Nach dem jüngsten geplatzten Verpachtungsversuch habe er dann den Entschluss gefasst, das „Raffaello“ doch wieder selbst zu betreiben. Der Hotelchef in Osthessen, ein Freund der Familie, habe überrascht, aber am Ende doch verständnisvoll reagiert.

Und als Dora seine früheren Mitarbeiter anrief, seien „alle wieder zurückgekommen – obwohl sie längst neue Jobs hatten“. Somit war alles geregelt für den Neustart in behaglich aufgefrischten Räumen.

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