Keine Kampfmittel gefunden

Suche nach Blindgängern am Georg-Stock-Platz in Kassel ist abgeschlossen

+
Kampfmittelsuche ist abgeschlossen: Auf Teilen des Georg-Stock-Platzes kann auch in diesem Jahr wieder die Wehlheider Kirmes gefeiert werden. Allerdings nicht auf dem Stück entlang der Schönfelder Straße.

Die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg am Georg-Stock-Platz in Kassel ist abgeschlossen.

Auf dem gesamten Georg-Stock-Platz und dem ehemaligen Grundstück Schönfelder Straße 26, auf dem ein Wohnhaus im Mai abgerissen worden war, seien keine Kampfmittel gefunden worden, sagt Stadtsprecher Michael Schwab. Die Fläche des ehemaligen Grundstücks und der Gehweg der Schönfelder Straße konnten wieder hergestellt werden.

Das bedeutet, dass auch die Wehlheider Kirmes, die in zwei Wochen zum 71. Mal gefeiert wird, wieder auf dem Platz stattfinden kann. Der Kirmesgemeinschaft der TG Wehlheiden stehe dieselbe Teilfläche wie im Vorjahr zur Verfügung, so der Vorsitzende Dirk Reimann.

Hier ist der Georg-Stock-Platz:

Das seien um die 1500 Quadratmeter. In die Tiefe des Platzes könne man mit schweren Fahrgeschäften wegen der Erdarbeiten auf dem Abrissgrundstück nicht gehen. Reimann hofft, dass es bald ein Konzept für den Platz gibt, damit man langfristig planen kann. „Wir müssen ja immer im Vorfeld die Verträge mit den Schaustellern machen.“

So soll es mit dem Platz weitergehen

Wie es mit dem Platz weitergeht, hängt auch vom Land Hessen ab. Im September vergangenen Jahres hatte das Land die beantragte Förderung für den Alten Ortskern Wehlheiden abgelehnt. Die Stadt startet jetzt einen zweiten Anlauf: Wenn die Stadtverordnetenversammlung im August zustimmt, wolle man sich erneut für das städtebauliche Förderprogramm Aktive Kernbereiche bewerben, sagt Volker Mohr, Leiter des Stadtplanungsamtes. Dabei gehe es um eine Fördersumme von 17 Millionen Euro, die auf zehn Jahre verteilt werde. 

Volker Mohr, Leiter des Stadtplanungsamts

Die Entwicklung und Umgestaltung des Stock-Platzes seien eine zentrale Maßnahme des integrierten städtebaulichen Entwicklungsprozesses. Aber auch andere Projekte, wie zum Beispiel die energetische Sanierung von Häusern, die Anlage von grünen Innenhöfen, der Wehlheider Platz, der Kurt-Kersten-Platz, der Bolzplatz Buddengasse und die Jugendräume Wehlheiden würden in dem Förderprogramm berücksichtigt. „Es gibt einen hohen Sanierungsstau in Wehlheiden“, sagt Mohr.

Diese Ziele gibt es 

Gibt es eine Zusage vom Land für die Förderung, werde man sich Anfang 2020 mit den Bürgern wieder zusammensetzen, um ihre Wünsche für die Gestaltung des Platzes aufzunehmen, sagt Stadtplanerin Katja Block, die das Projekt für die Stadt betreut. Solch eine breite Beteiligung gab es schon im Vorfeld.

Dabei kristallisierten sich folgende Ziele heraus: Der Georg-Stock-Platz soll nur zum Teil bebaut werden, es sollen bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. Auch gemeinnützige Einrichtungen sind gewünscht, Gastronomie- und Nahversorgungsangebote sind denkbar. Ein Teil des Platzes soll auch künftig der Kirmes zur Verfügung stehen.

Zwei Varianten für Weg

Mit den Bürgern wolle man auch über die Realisierung des Wegs entscheiden. Es gibt zwei Varianten, so Mohr. Entweder gibt es einen architektonischen Wettbewerb, bei dem anschließend ein Investor gesucht wird, oder man entscheidet sich für einen Investorenwettbewerb – wie aktuell bei der Markthalle.

Wie sieht der Zeitplan aus? Nach der Bürgerbeteiligung könnte Mitte 2020 der Wettbewerb starten. Im ersten Quartal 2021 könnte das architektonische Konzept des Gewinners vorgestellt werden, 2022 könnte der Bebauungsplan stehen. Wenn alles glatt und ohne Störungen laufe, könnten die Pläne 2025 realisiert sein. Foto: privat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.