Evangelische Bank

Kirchenbank zieht zu „Schanze“

Bekommt eine neue Hülle: Das aus dem Jahr 1982 stammende bisherige Hauptgebäude zwischen Fünffensterstraße und Seidlerstraße wird in Richtung Fünffensterstraße erweitert.

Kassel. 180 Mitarbeiter der Evangelischen Bank ziehen derzeit in die ehemalige Druckerei Schanze nach Wehlheiden um. Die Filiale der Kirchenbank in der Innenstadt bleibt aber erhalten.

Wenn Albrecht Weisker von dem Umzug „in die Schanze“ spricht, dann meint der Pressesprecher der Evangelischen Bank nicht das Hamburger Szeneviertel. Er spricht vielmehr von den Gebäuden der ehemaligen Druckerei Schanze an der Kohlenstraße in Wehlheiden, die die Kirchenbank vor rund einem halben Jahr bei einer Zwangsversteigerung erworben hat.

Hier sollen für rund zwei Jahre etwa 170 Mitarbeiter der Evangelischen Bank untergebracht werden. In jenem Zeitraum, in dem der Hauptsitz der Evangelischen Bank, Deutschlands größte Kirchenbank mit Hauptsitz in Kassel, grundlegend erneuert wird.

Bis Mitte September

Der Umzug hat am 1. September begonnen und laufe in Etappen, sagt Weisker. Bis Mitte dieses Monats sollen die 170 Mitarbeiter ihre provisorischen Büros in Wehlheiden bezogen haben. „Das ist für unsere Mitarbeiter von der IT und der Hausdienstplanung eine logistische Herausforderung.“ In den Gebäuden an der Kohlenstraße findet aber kein Kundenverkehr statt, sagt Weisker. Die Filiale der Evangelischen Bank an der Garde-du-Corps-Straße/Ecke Fünffensterstraße bleibt bestehen. In diesem Gebäude in der Innenstadt werden auch während des Umbaus etwa 60 Mitarbeiter arbeiten.

Für die 180, die für zwei Jahre nach Wehlheiden umziehen, habe das Unternehmen ausreichend Parkplätze im Umfeld angemietet, so Weisker. Die Anwohner müssten nicht befürchten, dass die Bankmitarbeiter die Straßen zuparkten.

Und was passiert mit der ehemaligen Druckerei, wenn die Bankgebäude in der Innenstadt Ende 2019 wieder bezugsfertig sind? Die Evangelische Bank werde den Komplex in Wehlheiden wohl behalten und dann vermieten, sagt der Sprecher. Zu diesem Thema gebe es schon Überlegungen, aber noch nichts „Spruchreifes“.

30 Millionen Euro

Fest steht, dass die Evangelische Bank rund 30 Millionen Euro in ihren Hauptsitz zwischen Seidlerstraße und Fünffensterstraße in der Innenstadt investiert. „Es ist kein Abriss und es ist kein Neubau, sondern eine Neuordnung der Gebäude“, sagt Weisker. Das Skelett des Hauptgebäudes aus den 1980-er Jahren bleibe stehen, die Hülle werde komplett neu. An dem Standort soll ein moderner, heller Gebäudekomplex entstehen, der energetisch, technisch und ästhetisch den heutigen Anforderungen entspreche. Das neugestaltete Hauptgebäude wird dann mit dem denkmalgeschützten Haus Ständeplatz 19 (früher Arbeitsgericht) durch einen Glaskörper verbunden. Zwischen beiden Bauten entsteht eine große, zentrale Eingangshalle, die auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll.

In dem früheren Arbeitsgericht haben in den vergangenen Wochen die Entkernungsarbeiten bereits begonnen. Sobald der Auszug aller Mitarbeiter nach Wehlheiden über die Bühne gegangen ist, werde auch im Hauptgebäude mit den Abrissarbeiten begonnen. In diesem Zuge müsse auch das Parkhaus, das bislang von der Seidlerstraße zu erreichen war, geschlossen werden, sagt Weisker. Nach dem geplanten Abschluss der Umbauarbeiten soll es dann Ende 2019 wieder Stellplätze für Kunden geben.

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