Grüne sind jetzt stärkste Partei

Anna Wienhausen ist neue Ortsvorsteherin von Wehlheiden

Sie wünscht sich eine gute Mischung für die Neugestaltung des Stockplatzes: Anna Wienhausen, die neue Ortsvorsteherin von Wehlheiden.
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Sie wünscht sich eine gute Mischung für die Neugestaltung des Stockplatzes: Anna Wienhausen, die neue Ortsvorsteherin von Wehlheiden.

Anna Wienhausen lebt seit drei Jahren in Wehlheiden. Dass sie Ortsvorsteherin in ihrem Stadtteil wird, damit hatte sie vor der Wahl nicht gerechnet.

Wehlheiden – Dass Wienhausen dort einmal zur Ortsvorsteherin gewählt wird, damit habe sie vor der Kommunalwahl nicht gerechnet, sagt die 35-jährige Grüne. Auch wenn sie als Frau – nach der Philosophie ihrer Partei – auf Listenplatz 1 gesetzt worden war.

Über das gute Wahlergebnis der Grünen in Wehlheiden (42,5 Prozent) sei sie begeistert gewesen, so Wienhausen. Nach interner Rücksprache habe schnell festgestanden, dass sie dem Wählerwunsch nachkommt und sich zur Ortsvorsteherin wählen lässt. Das ist am Donnerstagabend in den Bürgerräumen an der Kohlenstraße auch geschehen. Wienhausen wurde einstimmig gewählt. Ihre Stellvertreterin wurde Sabine Nödler (SPD).

Der Liebe wegen ist Anna Wienhausen vor zehn Jahren von Münster nach Kassel gezogen. Ihr Mann hatte damals hier einen Job gefunden, deshalb bewarb sich die Betriebswirtin ebenfalls in Nordhessen. Erfolgreich. Wienhausen arbeitet in der internationalen Personalabteilung von B. Braun in Melsungen.

Zunächst lebte Wienhausen mit ihrem Mann und den zwei Töchtern (6 und 4) im Vorderen Westen, bevor die Familie vor drei Jahren nach Wehlheiden zog. Den Stadtteil kannte sie schon vorher, auch wegen der Wehlheider Kirmes. „Ein Highlight“, sagt Wienhausen.

Dass Wehlheiden etwas Besonderes ist, habe sie schnell bemerkt. Die Herzlichkeit unter den Bewohnern sei hier stark ausgeprägt. „Es gibt eine gute Gemeinschaft. Viele Menschen, die hier leben, sind stolz, Wehlheider zu sein.“ Vermutlich wird die neue Ortsvorsteherin bald auch Mitglied der Turngemeinde Wehlheiden (TGW) werden. Mit einer ihrer Töchter turnt Wienhausen, die in ihrer Freizeit gern und manchmal viel läuft, hier schon zur Probe.

Als Ortsvorsteherin erwarte sie in Wehlheiden eine „total luxuriöse Ausgangsbasis“, sagt Wienhausen, die zurzeit in Teilzeit arbeitet. Wehlheiden sei ein beliebter Stadtteil, in den viele Menschen ziehen wollen. „Hier gibt es nicht so ganz viele Punkte, die kritisch sind.“

Was ist ihr wichtig? Das Verkehrsaufkommen müsse reduziert werden. Dazu gehöre, den Radverkehr attraktiver, also sicher und schnell, zu gestalten. Auch der Öffentliche Nahverkehr sei im Stadtteil noch ausbaufähig, um die Menschen „aus den Autos zu holen“.

Ein weiteres Ziel sei es, den Wehlheider Platz moderner zu gestalten. Es würden Ideen benötigt, um den Platz auch außerhalb des Wochenmarktes am Freitag besser nutzen zu können. Zudem müsse ein sinnvolles Konzept für die Neugestaltung des Stockplatzes entwickelt werden, um eine gute Mischung zu bekommen, so Wienhausen. Der Platz müsse weiterhin für die Kirmes genutzt werden können. Gleichzeitig müssten neuer Wohnraum und Begegnungsstätten für alle Altersgruppen geschaffen werden. „Das wird eine absolute Herausforderung.“ Zudem wünsche sie sich, dass Wehlheiden noch lebendiger werde. Das könne durch die Ansiedlung von mehr Gastronomie und Geschäften geschehen. So wie es im Vorderen Westen der Fall ist. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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