Neue Flaniermeile auf der Kohlen- und Tischbeinstraße

Wehlheider Kirmes: Rummelspaß gibt’s vor dem Platz

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Spaß vor dem Kinderkarussell (von links): Christina Oesterreich (von links) mit Julien (5), Ben (3), Jonas (7) und Luca (6).

Kassel. Die 66. Große Wehlheider Kirmes ohne Georg-Stock-Platz, das bedeutet zum ersten Mal in de Geschichte des Volksfests: Der Rummel findet drumherum statt.

Flaniert wird nicht im Kreis, sondern entlang der Tischbein- und Kohlenstraße nebst angrenzenden Straßen wie dem Kirchweg. Hier reihen sich in diesem Jahr die Fahrgeschäfte, Biertischgarnituren und Verkaufsstände wie eine Perlenkette aneinander.

Der guten Laune der ersten Besucher der Wehlheider Kirmes gestern Nachmittag tat diese Veränderung keinen Abbruch. Sie amüsierten sich trotz kühler Temperaturen und feuchter Witterung prächtig, stürzten sich auf die Fahrgeschäfte wie Kinderkarussell, Scirocco oder Musik-Express und ließen sich auch schon Bier, Cola, Bratwurst und Zuckerwatte schmecken.

Im Kreis: Efecan Bayram (6) mit seinem Onkel Abdul Samet Yilmaz in einer Gondel des Fahrgeschäfts Musik-Express.

„Die Kinder haben ihren Mittagsschlaf gemacht, danach sind wir losgezogen“, sagte Lucie Prediger aus Kassel, die mit ihrer Freundin Anna Janiszewski und den Kindern Anton und Jasmin in den Kinderwagen auf der gesperrten Kohlenstraße unterwegs war.

„Die Stimmung ist gut und das liegt auch daran, dass wir in Wehlheiden das beste Publikum überhaupt haben“, sagte Dirk Reimann von der TG Wehlheiden und Vorsitzender der Kirmesgemeinschaft. Diesen Kirmesbesuchern gegenüber sei man verpflichtet Qualität zu bieten. Eine Neuheit und Besonderheit sei in diesem Jahr die hr3-Party mit Peter Lack. Reimann rechnet damit, dass zur 66. Wehlheider Kirmes 66 000 Besucher kommen. Allerdings, so räumte er ein, fühle es sich schon komisch an, vor einem leeren, gesperrten Platz zu feiern. „Es sind einfach 3000 Quadratmeter, die fehlen“, so Reimann. „Wir hatten große, runde Fahrgeschäfte bestellt und keinen langen, schmalen“. Allerdings, so lobte der Kirmeschef, habe die TGW große Unterstützung durch die Stadtverwaltung beim Aufbauen, Ein- und Anpassen der Stände und Fahrgeschäfte an die veränderten örtlichen Gegebenheiten erhalten. Aufgrund aktueller Bombensucharbeiten kann der Stockplatz nicht bespielt werden.

Bilanz am Ende ziehen

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„Der Aufbau hat prima geklappt, Feuerwehr und Ordnungsamt haben uns gut unterstützt“, sagte Tino Noack, Chef des Fahrgeschäfts Musik-Express. Wie das Publikum die neue Rummelmeile annehmen wird, lasse sich erst am Ende bilanzieren. Wehmütig dachte Marcel Kuhnt von der Schießbude Eggert an den Stock-Platz. „Er war immer das Spezielle der Kirmes, das Markenzeichen eben.“ Viele befürchteten, dass der Platz im Herzen des Stadtteils nach der Bombensondierung bebaut werden und der Kirmes nicht mehr zur Verfügung stehen könnte.

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