Stau in Wehlheiden

Schönfelder Straße in Kassel: Stadt will Ampelschaltung jetzt überprüfen

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Blechlawine in Wehlheiden: Vor allem zu den Stoßzeiten kommt es an und hinter der neuen Ampelkreuzung der Schönfelder Straße in Höhe der Heinrich-Heine-Straße (rechts) zu langen Staus.

Kassel. Der starke Verkehr auf der Schönfelder Straße, der Kohlenstraße und einer Reihe von Nebenstraßen nervt viele Wehlheider in Kassel.

Doch Patentrezepte für eine Lösung des Problems konnte der Ortsbeirat Wehlheiden nach einer Ortsbesichtigung auch nicht geben. Teilweise gehen die Meinungen auch auseinander.

Das Gremium sprach sich dafür aus, die Ampelschaltung der neu gestalteten Kreuzung Schönfelder Straße/Heinrich-Heine-Straße zu überprüfen. Eine durchgängige Grüne Welle auf der Schönfelder ist wegen der dicht aufeinanderfolgenden Kreuzungen aber nicht machbar. Das wurde in der Sitzung deutlich.

„Es gibt Rückstaus bis zum Wehlheider Kreuz. Da stehen die Autos und machen den Motor nicht aus. Die Anwohner sind echt schlechter gestellt als vorher“, sagte eine Bürgerin im Ortsbeirat.

„Das war absehbar“, sagte Jan Hörmann von der CDU dazu. Durch die neue Ampelkreuzung werde der Verkehr verlangsamt. Es gebe Staus und Ausweichmanöver durch Wohngebiete.

"Zu viele Leute fahren zu viel Auto"

Vertreter von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sehen die Situation als weniger dramatisch an: Die Kreuzung sei wesentlich sicherer geworden, Staus habe es auch schon vorher gegeben. „Das Problem ist einfach, dass zu viele Leute zu viel Auto fahren“, meinte Ortsvorsteher Norbert Sprafke (SPD). Stefan Wagner vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt sagte zu, die Ampelschaltung zu überprüfen. Man habe dem Verkehr auf der Schönfelder Straße aber schon jetzt Vorrang eingeräumt. Eine grüne Welle sei ohnehin nur in einer Fahrtrichtung möglich.

Wagner erteilte Forderungen eine Absage, am Wehlheider Kreuz Rechtsabbiegern auf der Kohlenstraße in Richtung Schönfelder Straße eine separate Spur einzuräumen. Dafür sei das Verkehrsaufkommen am Stock-Platz zu hoch. Auch Hörmann und Anke Bergmann (SPD) lehnten diese Idee ausdrücklich ab.

Zebrastreifen-Vorschlag umstritten

Umstritten ist auch der Vorschlag, in Höhe der Kantstraße einen weiteren Zebrastreifen auf der Schönfelder Straße zu errichten. Wagner hält das ohnehin für unmöglich: Die Schönfelder Straße sei in diesem Bereich schon an ihrer Belastungsgrenze.

Zu einem regelrechten Schlagabtausch zwischen CDU einerseits sowie SPD und Grünen andererseits kam es im Ortsbeirat bei der Vorstellung des Bürgerbeteiligungsverfahrens für ein Entwicklungskonzept im Ortskern. In mehreren Workshops hatten Bürger bereits diverse Vorschläge erarbeitet.

Diese Diskussion gehöre in den Ortsbeirat, dessen gewählte Vertreter hätten das letzte Wort, sagte Jan Hörmann.

Grüne und SPD warfen den Unionsvertretern dagegen vor, sich nicht an den Workshops beteiligt zu haben. Sie hätten damit die Chance vertan, sich zu informieren, was die Bürger wollen.

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