Trümmer auf abschüssigem Gelände

Einsturz an Waldschule Kassel: Plötzlich brach die Steinmauer weg

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Freier Blick: Von der Nußalle kann man durch die große Lücke in der Mauer auf die Waldschul-Anlage blicken. 

Kassel. 2017 feierte die Waldschule ihr 90-jähriges Bestehen und demonstrierte Vitalität. Jetzt, ein Jahr nach den Feierlichkeiten, trat dann doch eine Altersschwäche baulicher Natur zutage.

Auf einer Strecke von mehr als zehn Metern ist direkt am Wanderweg Nußallee die über zwei Meter hohe Feldsteinmauer, die das Gelände umgibt, weggebrochen. Ihre Trümmer stürzten auf das abschüssige Gelände.

Der Schaden soll bald behoben werden: „Es ist geplant, kurzfristig mit der Reparaturmaßnahme zu beginnen, die dann circa vier Wochen in Anspruch nehmen wird“, sagte Stadtsprecher Michael Schwab auf HNA-Anfrage. Die Kosten für die Wiederherstellung des Mauerstücks belaufen sich nach seinen Angaben auf circa 50 000 Euro.

Die Waldschule mit ihren historisch schönen Gebäuden liegt idyllisch am Rande des Bergparks Wilhelmshöhe, unweit der Prinzenquelle. Sie bietet Kindern der Kasseler Grund- und Förderschulen die Möglichkeit, Natur vor Ort zu erleben. In den Ferien steht die Waldschule den Kasseler Kindergärten offen.

Auf einer Strecke von über zehn Metern ist an der Nußallee die Mauer der Waldschule weggebrochen. Provisorisch ist ein Metallzaun aufgestellt worden. 

Mit einer Waldpädagogin können, unabhängig von einen m Besuch in der Waldschule, zu diversen Themen (von Kräuterhexen bis Vogelnester) Waldführungen vereinbart werden. In der Waldschule können Kinder den Wald mit seine Flora und Fauna kennenlernen. Unter dem Motto „Raus aus der Stadt, rein in den Wald“ wird in der Einrichtung der Stadt Einiges angeboten. Wer an einem Aufenthalt in der Waldschule interessiert ist, kann sich an das städtische Schulverwaltungsamt wenden.

Älteste Gebäude der Waldschule Kassel wurden 1800 gebaut

Als „Städtische Waldschule Kassel“ war sie mit zwei Klassen mit Schülerinnen des Oberlyzeums und der ersten Klasse der „Bürgerschule 4“ am Königstor 1926 an den Start gegangen los. Die Stadt Kassel hatte das insgesamt rund 7,5 Hektar große Gelände von der Preußischen Krongutsverwaltung für den Gartenbau zunächst gepachtet, im Jahr 1960 wurde die Stadt dann selbst Eigentümerin der Immobilie. Die beiden ältesten Gebäude des denkmalgeschützten Waldschul-Ensembles wurden um 1800 errichtet.

Beliebte Einrichtung: In der Waldschule können Grundschul- und Kindergartenkinder der Natur näher kommen.

Ende der 1980er-Jahre stand die Waldschule vor der Schließung. Seit 1999 engagieren sich Bürger und Schulen als Mitglieder des Fördervereins für deren Erhalt. „Wir verstehen und als Einrichtung, um Kindern aus der Stadt eine Wald- und Naturerfahrung zu ermöglichen“, sagt Hannelore Siewert, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir möchten den Kindern ein positives Naturbild vermitteln und sie an ökologische Themen heranführen.“

Hier befindet sich die Waldschule Kassel

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