Wehlheider Kirmes offiziell eröffnet 

Mit Bratwurst, Volksmusik und Glocke: Wehlheider Kirmes ist eröffnet

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Zünftige Volksmusik, Bratwurst und eine Glocke: Die 70. Wehlheider Kirmes ist offiziell eröffnet - und eröffnet dem ein oder anderen Besucher echte "Gänsehaut-Momente". 

Beim „Flagge-Hissen“ am Donnerstagabend war sie zwar schon zu hören, die zünftige Musik der Blaskapelle. So richtig los legten die Kirmesburschen und -mädchen aber erst gestern früh, beim traditionellen Anblasen der Wehlheider Kirmes.

Spätestens um 11 Uhr, nachdem die ersten Kirmesschnäpse bereits ausgeschenkt waren und Oberbürgermeister Christian Geselle das Fest im Biergarten an der Kohlenstraße wortwörtlich „eingeläutet“ hatte, war dann auch der letzte Besucher im „Kirmes-Feeling.“

„Das stellt den Zissel in den Schatten“, ist sich der 74-jährige Günni sicher. Seit 40 Jahren lebt er im Kasseler Stadtteil Wehlheiden. 40 Jahre, in denen Günni keine einzige Wehlheider Kirmes versäumt hat. Die viertägige Veranstaltung sei mehr als nur eine Kirmes: „Das ist das schönste und volkstümlichste Fest der Stadt“, sagt der Kasseler. Nicht nur wegen der Live-Musik, auf die sich der Rentner besonders freut. „Man trifft hier Leute, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat.“

Wehlheider Kirmes: Beginn einer Liebe

Die nächsten drei Tage könnten für sie stressig werden: Gaby Itter und Patrick Dieling bedienen auf der Kirmes die Grillstation von „Udo’s Imbiss“. Foto:  Mona Linke

Eine besondere Bedeutung hat das 70 Jahre alte Volksfest auch für Bärbel Müller und Klaus-Dieter Ebbrecht, die sich vor acht Jahren auf der Wehlheider Kirmes kennengelernt haben. „Wir feiern bis Montag durch“, ist sich das Pärchen einig. Dass sie das können, haben die beiden bereits unter Beweis gestellt: Vor genau fünf Jahren hat man sie am Freitag vor der Wehlheider Kirmes einstimmig zum Bürgermeisterpaar gewählt. Was nicht bedeutet, dass Müller und Ebbrecht inzwischen von dem Volksfest gelangweilt sind. Im Gegenteil: Vor allem der Festzug am Samstag geht den beiden nahe. „Wenn man dann die Heinrich-Heine-Straße herunterläuft in Richtung Schönfelder Straße, ist das einmalig“, erzählt Bärbel Müller. „Da kriege ich immer Gänsehaut.“ Dass zumindest der südwestliche Teil des Stock-Platzes in diesem Jahr geöffnet ist, erleichtert die beiden Wehlheider: „Das ist nicht schön, wenn man die Kirmes neben einem Bauzaun feiern muss“, sagt Müller. Umso mehr freue es die beiden Alt-Bürgermeister, dass nun ein riesiger Autoskooter auf dem Gelände steht.

Wehlheider Kirmes: Das gibt es zu essen

Noch stehen Gaby Itter und ihr Neffe Patrick Dieling zu zweit am Grill. Schon bald aber wird sich das ändern: „So richtig los geht es ab 16 Uhr“, sagt Dieling, der seit mittlerweile 15 Jahren dafür sorgt, dass die Kirmes-Besucher bei Kräften bleiben. Im Team von acht Mitarbeitern, die gleichzeitig Familienmitglieder sind, wird er in den kommenden drei Tagen Hunderte von Spießbraten, Currywürsten und Krautsalat über die Theke geben. Ein besonderes Highlight seien „Eisbein und Haxe mit Sauerkraut“, sagt der 29-Jährige. Mehr Kirmes-Besucher als im letzten Jahr erwartet der Gastronom schon. Allerdings nicht wegen des wieder bespielten Stockplatzes: „Das Wetter ist viel entscheidender – und dieses Jahr optimal.“

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