Wehlheider Kirmes hat neues Bürgermeister-Paar

Es ist angezapft: Die Vorjahres-Bürgermeister Volker Mildner und Sabine Nödler (von links) werden für die bevorstehende Kirmes von Sarah Kniel und Volker Fach (rechts) abgelöst. Traditionell war der neue Bürgermeister für den Fassanstich zuständig. Hinten in der Mitte Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich. Foto: Zgoll

Wehlheiden. „Tradition und Moderne" lautet das Motto der Wehlheider Kirmes, die am kommenden Freitag 14. August, beginnt. Dazu passt das neue Bürgermeister-Paar:

Volker Fach, der sich seit 25 Jahren in der Kirmesgemeinschaft engagiert, steht für Kontinuität. Sarah Kniel verkörpert die junge, frische Seite des Volksfests. Am Wochenende wurden die beiden neuen Kirmes-Regenten, zwischen denen 34 Jahre Altersunterschied liegen, in den Wehlheider Bürgerräumen gewählt.

Wie ihre Vorgänger Sabine Nödler und Volker Mildner, deren Amtszeit jetzt endet, sind sie kein echtes Paar, sondern ein Team. „Ich habe mir Sarah an meiner Seite gewünscht“, sagt Volker Fach, der verwitwet ist. Vielen Kirmes-Fans ist er gut bekannt. Seit 1990 stand er als Moderator des Wehlheider Volksfests im Rampenlicht, letztes Jahr zog er den Schlussstrich. Das Bürgermeisteramt sei für ihn eine schöne Abrundung seiner Kirmes-Aktivitäten, sagt der 71-Jährige. Hinter den Kulissen will er sich natürlich auch in den nächsten Jahren noch einbringen.

Auch wenn ihr Herz für Wehlheiden schlägt, wohnen beide neuen Bürgermeister nicht im Stadtteil: Fach lebt in Hann. Münden, Sarah Kniel in Oberzwehren. Die 37-Jährige, die als SAP-Beraterin arbeitet, ist seit vielen Jahren bei der TG Wehlheiden in der Volleyball-Sparte aktiv - sportlich und im Ehrenamt. Sie gehört dem Vereinsvorstand an und engagiert sich in der Jugendarbeit. So wuchs sie auch in die Kirmesgemeinschaft hinein.

Bei aller Vorfreude auf „vier fantastische Tage“ schlug Dirk Reimann, Vorsitzender der Kirmesgemeinschaft, auch kritische Töne an. Zum zweiten Mal muss die Kirmes ohne den Stockplatz auskommen, der wegen möglicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg weiterhin gesperrt ist. Dadurch stehen weniger Flächen für Stände und Fahrgeschäfte zur Verfügung. Auch auf der neuen Festmeile könnten die Besucher zwar ein tolles Fest feiern, sagte Reimann. „Aber am Ende muss sich die Kirmes auch wirtschaftlich tragen.“ Nicht zuletzt, weil aus dem Überschuss die TG Wehlheiden unterstützt wird.

Er appellierte an die Stadt, den Stockplatz zügig abzusuchen und wieder freizugeben. „Eine jahrelange Brache mitten in Wehlheiden kann die Kirmes nicht vertragen.“

Die Wehlheider Kirmes wird vom 14. bis 17. August gefeiert.

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