Brüder-Trio sorgte für Polizeieinsatz

Wehlheider Kirmes: Wildpinkler schlagen zu und verletzen Besucher

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Polizeieinsatz auf der Wehlheider Kirmes: Drei Brüder sollen am Freitagabend gegen diese Hauswand am Kurt-Kersten-Platz gepinkelt haben.

Drei Wildpinkler haben am Freitagabend für einen Polizeieinsatz auf der Wehlheider Kirmes gesorgt. Dabei wurden vier Besucher des Festes verletzt.

Darunter ist auch Stephan Amtsberg, stellvertretender Ortsvorsteher von Wehlheiden. Die drei Tatverdächtigten aus Kassel, Brüder im Alter zwischen 25 und 27 Jahren, müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit.

Lokalpolitiker Amtsberg berichtet, dass er gegen 23.30 Uhr mit seiner Frau am Kurt-Kersten-Platz unterwegs war. Dort habe er die jungen Männer gesehen, die gegen die Wand eines Wohnhauses urinierten. Direkt neben der ehemaligen Kneipe „Kleine Weide“, in einem Vorgarten der Hellmut-von-Gerlach-Straße. Er habe die Männer auf ihr Verhalten angesprochen und gebeten, auf eine Toilette zu gehen. Vor der Gaststätte „Bleibtreu“ stünden entsprechende Container.

Stephan Amtsberg, stellvertretender Ortsvorsteher

Das wollten die Männer offenbar nicht hören. Sie seien umgehend aggressiv geworden, berichtet Amtsberg. Das Trio habe ihn angegriffen. Er sei geschubst worden und über sein Fahrrad gefallen. Als er auf dem Weg gelegen habe, hätten die Brüder versucht, seinen Kopf auf den Asphalt zu schlagen, sagt der 57-Jährige. „Zum Glück hatte ich einen Fahrradhelm auf.“

Auch andere Kirmesbesucher, die ihm helfen wollten, seien von dem Trio mit Fäusten und Biergläsern angegriffen worden, sagt Amtsberg. Dabei handelt es sich um eine 45-jährige Frau sowie ihre beiden 48-jährigen Begleiter. Die beiden aus Kassel und Saarbrücken stammenden 48-Jährigen trugen offenbar durch die Angriffe des Trios erhebliche Gesichtsverletzungen davon und mussten durch Rettungskräfte des Volksfestes behandelt werden, so der Polizeisprecher.

Der 27-jährige Tatverdächtige muss sich nicht nur wegen Körperverletzung, sondern sich zudem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, da er sich gegen seine Festnahme erheblich zur Wehr gesetzt habe. Drei Polizisten hätten sich dabei leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen, so Mänz.

„Zum Glück war die Polizei ruckzuck vor Ort“ sagt Amtsberg. Die drei Brüder hätten noch flüchten wollen, seien von den Beamten aber auf der Paul-Nagel-Straße gestellt worden.

„Die Wehlheider Kirmes ist eine wunderbare Veranstaltung, die durch viel ehrenamtliches Engagement ermöglicht wird“, sagt Amtsberg. Aber es sei ein Problem, dass auf der Kirmes an vielen Ecken „wild gepinkelt“ werde, sagt Amtsberg. „Das ist ein Unding.“

Man dürfe die vielen Menschen nicht vergessen, die im Umfeld der Festmeile lebten, und die Kirmes „ertragen“ würden. „Auch sie tragen so zum Gelingen bei. Die Belastungen durch die Geräuschkulisse, gesperrte Straßen, Parkdruck, bis hin zu den Wildpinklern, sind erheblich“, so Amtsberg. „Das weiß ich aus eigener Erfahrung.“

Lesen Sie dazu: Tausende säumten die Straßen beim Festumzug der Wehlheider Kirmes

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