Die Weihnachts-Esel vom Lernhof sind die tierischen Stars vor dem Fest

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Bereit für ihren nächsten Auftritt in der Vorweihnachtszeit: Die Hausesel Frieda, Emil und Zora mit Maja (8) und Petra Kaltenstein vom Harleshäuser Lernhof Natur und Geschichte.

Esel gehören zum Weihnachtsfest dazu. Drei der tierischen Stars stellen sich vor. 

Harleshausen – Der Esel gehört zum Weihnachtsfest einfach dazu. In der Krippe darf die Eselsfigur nicht fehlen. In vielen Kirchen stellen Fresken und Glasfenster die christliche Weihnachtsgeschichte mit Esel (und Ochse) dar.

Weihnachten ohne Esel – das ist auch in Harleshausen für viele Kinder und auch so einige Erwachsene schwer vorstellbar. Der Grund dafür ist das Esel-Trio vom Lernhof Natur und Geschichte. Mutter Frieda, die zwölfjährige Tochter Zora und der zehnjährige Sohn Emil haben schon seit Jahren große Auftritte in der Vorweihnachtszeit. Die Esel vom Lernhof sind die tierischen Stars beim Martinsumzug und beim Adventsmarkt in den Stadtteilen Harleshausen, Kirchditmold und Jungfernkopf.

Um ihr Wohlergehen kümmert sich Petra Kaltenstein. Und das schon, seit es den Lernhof des Diakonischen Werks am Weg in der Aue gibt. An diesem idyllisch gelegenen Ort betreut die Diakonie-Mitarbeiterin auch die Hühner, Schafe, Kaninchen und Bienen des Mitmachhofs für Kinder. Sie bietet Lern- und Erfahrungsgruppen für Schulen, Kitas und Familien sowie Offene Treffs, Projektwochen und Ferienspiele an.

Eigentlich sei sie ja Landschaftsplanerin, berichtet Petra Kaltenstein. Doch habe sie den Lernhof vor rund 15 Jahren mit aufgebaut und sei seither dort hauptberuflich tätig, sagt die 53-Jährige.

Frieda, Zora und Emil sind auf dem Lernhof das ganze Jahr über draußen. Wenn sie wollen, können sie sich in ihren Stall zurückziehen. Auf Menschen, die an der umzäunten Einrichtung entlanggehen, reagieren sie eigentlich nicht. Umso mehr reagieren sie, wenn Petra Kaltenstein mit dem Rad vorfährt und das Schloss am anderen Ende der Anlage öffnet. Dann ziehen die Esel mit einer Art lautem „Iah“ zum Eingang.

Für ihre vorweihnachtlichen Auftritte werden die Esel fein gemacht, also gestriegelt, und es werden ihnen verschiedenfarbige Halfter angelegt: Frieda wird an einer lila Leine geführt, Zora (natürlich) an einer roten und Emil an einer grünen. Für jeden Esel gibt’s eine mit seinem Namen beschriftete Frisierbox mit Bürsten und anderen Pflegeutensilien.

Das Ziel dieses Nachmittags ist der Adventsmarkt an der Kirche Jungfernkopf. Mehr als 20 Kinder und ihre Eltern gehen bei der Eselswanderung mit. Schon seit zehn Jahren kooperiert der Lernhof mit der Kirchengemeinde. Die Kinder dürfen auch auf den Eseln reiten. Die sind das gewöhnt, lassen sich das Striegeln genauso gefallen wie das Streicheln.

„Emil ist mein Lieblingsesel“, sagt die achtjährige Maja Engelmann und kuschelt sich mit dem Kopf an seinen Hals. Aber können nicht auch diese Esel mal unberechenbar störrisch sein? „Nein, sie sind nur vorsichtig und haben Angst vor Wasser“, erklärt Petra Kaltenstein. Darum bleiben sie eben ab und an einfach stehen.

Der Lernhof brauche für seine Arbeit nicht viel Werbung. Was er brauche, seien neue Paten für die Tiere, betont Kaltenstein. Die Kosten dafür beginnen bei kleinen Tieren mit ein paar Euro pro Jahr. Um aber Pate eines Harleshäuser Weihnachts-Esels zu sein, muss man etwas mehr investieren: 250 Euro kostet die Patenschaft für Frieda, Emil oder Zora.

Kontakt: 0561 / 884161, petra.kaltenstein@dw-region-kassel.de, lernhof-kassel.de

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