Polizei rät zu besonderer Wachsamkeit – Täter nutzen Trubel in der Adventszeit aus

Weihnachtsmarkt lockt Diebe an

Tatort Weihnachtsmarkt: Alle Jahre wieder nutzen Diebe den Trubel in der Innenstadt aus, um zuzugreifen. Die Polizei setzt deshalb Streifen ein. Archivfoto: Koch 

Kassel. Während die Weihnachtsmarktbesucher gern zu Glühwein und gebrannten Mandeln greifen, langen auch Diebe in der Adventszeit besonders gern zu: Die Zahl der Taschendiebstähle nehme in der Vorweihnachtszeit regelmäßig zu, sagt Polizeisprecher Michael Lange. Bei den Taschendieben handele es sich zum Teil um Straftäter, die gezielt zu Weihnachtsmärkten anreisten, um sich am Geld der Besucher zu bereichern.

Die Diebe nutzten das Gedränge in den Straßen der Innenstadt und überfüllte Busse und Bahnen, um ihren Opfern unbemerkt in die Tasche zu greifen. Üblich sei auch, Weihnachtsmarktbesucher für einen kurzen Moment abzulenken, um ihnen die Geldbörse oder das Handy aus der Handtasche oder aus Kleidungstaschen zu ziehen.

Beliebte Tricks seien dabei das Anrempeln von Passanten, die Frage nach dem Weg oder die Bitte, Geld zu wechseln, weiß Polizeisprecher Lange. Auch bei vermeintlichen Tollpatschen, die jemandem erst die Kleidung beschmutzen und dann beim Säubern helfen wollen, ist Vorsicht angebracht. Auch hierbei kann es sich um ein Ablenkungsmanöver von Langfingern handeln, die die Situation ausnutzen, um zuzugreifen. Selbst wenn der Bestohlene die Tat bemerke, sei es in der Regel schon zu spät, weiß die Polizei: Denn das Diebesgut werde meist unverzüglich an einen Komplizen weitergereicht, der dann unerkannt mit der Beute verschwinde.

Beamte gehen Streife

Die Kasseler Polizei überwache täglich mit Streifen in Zivil und in Uniform die Innenstadt und den Weihnachtsmarkt, sagt Michael Lange. Die Polizeipräsenz könne Täter abschrecken, zum anderen könnten die Beamten eingreifen, wenn sie Diebstähle beobachteten. „Dennoch gelingt es den Dieben immer wieder im Schutz der vorweihnachtlichen Stimmung, zahlreiche Taschendiebstähle zu begehen“, sagt Polizeisprecher Lange. Dabei wählten die Täter auch gezielt ältere und behinderte Menschen aus, um deren eingeschränkte Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit schamlos auszunutzen. (rud)

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