Wer will jetzt Glaskugeln?

Weihnachtsmarkt ist wieder geöffnet - Händler sind mit Umsatz zufrieden

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Kassel. Speckkuchen, heiße Maronen und Glühwein schmecken den Kasselern auch nach dem Fest. Die Innenstadt war am Freitag voll. Nachdem es sich die Händler im letzten Jahr noch aussuchen konnten, ob sie ihre Stände zwischen den Jahren öffnen, ist es dieses Jahr Pflicht.

Nur jene Marktbeschicker, die Weihnachtsschmuck verkaufen, können selbst entscheiden, ob sie ihre Ware auch jetzt noch anbieten. „Ich freue mich riesig über die zusätzlichen Markttage“, sagt Hanneke van Arragon. Die Lebkuchen seien zwar verkauft, dafür gibt es jetzt Sauerkraut „wie aus Omas Zeiten“ an ihrem Stand mit veganen Produkten.

Und zum Anstoßen aufs neue Jahr gibt es bei den Marktbeschickern aus dem Spessart Holundersirup aus eigener Herstellung, der mit Sekt aufgegossen zum Kultgetränk „Hugo“ wird.

Auch für Bernd Tkoczyk ist es keine Frage, dass er bis zum Ende mitmacht. „Die Leute kommen jetzt, um ihre Geschenke umzutauschen“, sagt der Händler, der an seinem Stand „Hüttenwärme“ unter anderem Hand- und Hausschuhe mit Lammfell anbietet. Das Geschäft sei insgesamt noch besser gelaufen als im letzten Jahr.

Helga Stöhr ist mit ihrem Umsatz beim diesjährigen Weihnachtsmarkt zufrieden. Der Verkauf zwischen den Jahren läuft jedoch etwas schleppend, weiß die Händlerin von wärmenden Rapskissen vom letzten Jahr. „Zum Glück haben wir ein Produkt, das zeitlos ist - Wärmekissen kann man immer gebrauchen“, sagt sie.

Das ist bei Simone Bauer anders: Sie verkauft für die Firma Städter aus Lauscha mundgeblasene und handbemalte Glaskugeln mit Wintermotiven. Bis vor Weihnachten sei der Verkauf gut gelaufen. „Was die nächsten Tage noch bringen, kann ich nicht sagen“, sagt die Verkäuferin. Sie ist jedoch eher skeptisch, ob sich die zusätzlichen Markttage für ihren Stand lohnen.

Auch Jürgen Michel, der an seinem Stand hochwertige Keramik verkauft, ist zufrieden mit seinem bisherigen Geschäft. „Jetzt bleibt abzuwarten, was die letzten Tage noch einbringen“, sagt er. Letztes Jahr habe sich der Verkauf zwischen den Jahren nicht gelohnt, aber damals sei das Geschäft auch insgesamt schlechter gewesen. Daher habe er noch Hoffnung.

Dennis Ruppert von der Almhütte Ruppert hofft, noch einige Tassen Punsch und Glühwein zu verkaufen. Sein Stand war auch gestern gut besucht. „Wir sind mit unserem Umsatz sehr zufrieden“, sagt er. Der Weihnachtsmarkt ist für Kollegen, Freunde, Schulkameraden und Familien in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt geworden.

Da viele Schausteller bis kurz vor Ostern kaum noch etwas verkaufen, sei man über die zusätzlichen Verkaufstage froh, sagt er.

Der Weihnachtsmarkt hat noch bis Montag, 30. Dezember, von 11 bis 20 Uhr (Gastronomie bis 22 Uhr) geöffnet.

Von Miriam Linke

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