Weihnachtsvarieté „Winterzauber“ feierte im Starclub Premiere

Cowgirl aus Spanien: Kelly Laner sorgte mti ihrer Lasso-Nummer im Starclub für Furore. Foto:  Fischer

Kassel. Künstler, die noch nie in Deutschland aufgetreten sind, wie Kelly Laner aus Palma de Mallorca und gute alte Bekannte, wie der Zauberkünstler Juno aus Marburg: Das Weihnachtsvarieté „Winterzauber“, das bis Sonntag, 6. Januar, im Starclub Kassel gezeigt wird, hat alles zu bieten.

Erst zwei Stunden vor der Premiere ist die rassige Spanierin Kelly Laner angekommen. Kaum auf der Bühne, packt sie bereits die Peitschen und das Lasso aus und lockt Matthias Siebert aus dem Publikum zu sich. Tapfer hält der 33-Jährige einen langen Strohhalm in der Hand und später noch einen im Mund, den Kelly mit gezielten Peitschenhieben zu zerteilen weiß.

Juno hingegen liebt es, die Bühne erst einmal wieder zu verlassen, um wiederzukommen. „Ich komme total überraschend heraus“, sagt er und das Publikum kichert. Das Sakko von Friedhelm durchbohrt er scheinbar mit einem Messer, einem Schlüssel des Zuschauers verschafft er ein Schlüsselerlebnis. „Was erlebt so ein Schlüssel denn schon? Der ist doch im Dunkeln eingesperrt“, erklärt der Zauberer. Später wird ein unsichtbares Kartenspiel sichtbar und ein scheinbar harmloser Spaß zum raffinierten Zaubertrick.

Bilder von der Premiere

„Winterzauber“ feierte im Starclub Premiere

Lena Köhn begeistert das Publikum mit Diabolo-Jonglage. Bis zu drei Doppelkreisel lässt sie auf der Schnur mit den beiden Handstöcken tanzen, das chinesische Geschicklichkeitsspiel wird zu einer anmutig choreografierten raffinierten Tanzdarbietung. Als Duo „Double Take“ tritt Lena Köhn gemeinsam mit Christian Harel aus dem kanadischen Montreal auf, ästhetisch wickeln sich beide umeinander, während sie mit Keulen jonglieren und ihre Hüte scheinbar von allein ihre Körper herauf- und hinunterrollen.

Craig van Deventer zeigt kraftvolle Akrobatik mit nacktem Oberkörper an Strapaten, an breiten, herabhängenden Stoffbändern. Er stammt aus Südafrika. Durch das Programm führte Markus Schimpp, der Biberbettwäsche mit Leopardenmuster und Georg Kreisler liebt und herrlich Klavier spielen und dabei auch noch singen und schluchzen kann. Während sich Varta und Duracell charmant im Wald verirren, um den Batterie-Hasen zu treffen, lag er mit seinem modernen Gedicht um Josef und Maria eher ein wenig daneben. Herzlicher Applaus für eine Premiere mit Artistik, Comedy und Magie.

Von Bettina Wienecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.