Zwei Spuren bleiben gesperrt

Suche nach Ursache fürs Weinberg-Loch dauert an

Baustelle: Polier Bernd Hanel (rechts) arbeitet für die Firma Rohde am Loch auf der Frankfurter Straße am Weinberg. Foto: Koch

Kassel. Inzwischen ist das Loch auf der Frankfurter Straße am Weinberg fünf Meter tief gegraben. Eine vor einer Woche aufgetretene, 20 Zentimeter tiefe Absenkung im Straßenbelag war der Auslöser für umfangreiche Bodenuntersuchungen, um nach der Ursache für die Schadstelle zu suchen.

Erste Untersuchungen haben laut Ingo Happel-Emrich, dem Sprecher der Stadt Kassel, „keine eindeutige“ Ursache für die Absenkung im Straßenbelag erbracht. „Die Bodenuntersuchungen gehen weiter.“ Deshalb wird auch in der kommenden Woche die Absperrung auf zwei stadteinwärts führenden Spuren am Weinberg bestehen bleiben. Erst ab Montag, 2. September, soll die Fahrbahn dem Straßenverkehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

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Ausschließen könne man, dass sich das Material, mit dem die unter der Straße befindlichen Arkadenbögen gefüllt wurden, verändert habe. Im Bereich der Bögen sei der Baugrund fest. Experten, die den Boden untersucht haben, vermuten sogenannte „geologische Störungen“ als Ursache für den Straßenschaden. Sedimente, also Erd- und Steinschichten, können sich in Hanglagen verändern und von einer horizontalen Schichtung in eine vertikale verlagern. Zurzeit arbeiten Straßenbauarbeiter daran, einen zwei Meter unter der Straße liegenden Regenwasserkanal zu sanieren. Inwieweit das abgesackte Rohr durch die Bodenuntersuchungen beschädigt wurde oder es schon vorher schadhaft war, war gestern nicht zu erfahren.

Nächste Woche wird das Loch wieder aufgefüllt und der Fahrbahnbelag instand gesetzt. (chr)

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