Eröffnung im September

Verjüngungskur: Die Weinbergterrassen werden derzeit saniert

Blick bis in die Söhre: Karl Mesud, David Koch und André Kunze von der Firma SBI erneuern das Geländer der Weinbergterrassen. Fotos:  Koch

Ihr derzeitiger Arbeitsplatz bietet einen herrlichen Ausblick über Kassel bis weit in die Söhre: Facharbeiter sind damit beschäftigt, die Weinbergterrassen zu sanieren.

Dabei bekommen die zwischen 1764 bis 1778 entstandenen historischen Stützmauern aus Naturstein eine Verjüngungskur. Diese haben sie aber nur im Bereich des Mauerkopfes nötig, erläutern Fachleute. Denn die Stützmauern seien seinerzeit handwerklich mit größter Sorgfalt und technisch einwandfrei gebaut worden. Vor allem Wurzeln und Witterung setzten aber den Abdeckplatten zu, die zum Teil ersetzt oder neu verlegt werden müssen. „Insbesondere durch die zähen Efeuwurzeln ist manche Natursteinplatte mit der Zeit angehoben worden“, erläutert ein Stadtsprecher.

Damit Besucher den grandiosen Ausblick von Kassels Balkon sicher genießen können, wird derzeit auch ein neues Geländer montiert. Denn die alten Geländerelemente seien nicht mehr standsicher und außerdem zu niedrig gewesen. Der unschöne provisorische Bauzaun, der deshalb seit vielen Jahren die Mauerkante sichern musste, kann nun also endlich wieder verschwinden. Voraussichtlich im Mai oder Juni werden auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Alt und neu: Carsten Lindner reinigt die Mauer eines alten Treppenaufgangs des Henschelgartens. Darüber ist die neue Grimmwelt zu erkennen, die sich mit dem ebfalls hellen Kalkstein optisch an- und einfügt.

Auch der alte und neue Haupteingang vom Heschelgarten zu den Weinbergterrassen soll wieder eine attraktives Erscheinungsbild erhalten. Dazu wird im Bereich des Zugangs zu den Treppenanlagen der Zaun zu einem Portal erhöht, über das künftig Kletterrosen ranken sollen. Rund 70 000 Euro kosten laut Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich die Arbeiten an dieser Stelle.

Bei der Sanierung der Weinbergterrassen orientiere sich das Umwelt- und Gartenamt an den belegten historischen Vorbildern des Gartenkulturdenkmals. So wurden und werden unter anderem Spalierobstbäume gepflanzt, die an den Natursteinmauern entlanggezogen werden.

Während es im neuen Ausstellungsgebäude Grimmwelt mit dem Innenausbau weiter voran geht, wird also auch im darunter angrenzenden Henschelgarten weiter gearbeitet. Auch wegen der Baustelle Grimmwelt werden die Weinbergterrassen erst ab September wieder für Besucher geöffnet werden. Der Eröffnungsterin für die Grimmwelt steht bereits fest: Am 4. September ist es soweit.

Mehr zum Weinberg finden Sie im Regiowiki.

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