Autos dürfen Radstreifen nicht be- aber überfahren

Polizei: Weiße Linie an Friedrich-Ebert-Straße darf überfahren werden

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Weiße Linie darf überfahren werden: Wer auf einer Parkbucht an der Friedrich-Ebert-Straße seinen Wagen abstellen möchte, darf über den Radweg fahren.

Vorderer Westen. Es ist fast geschafft: Der Umbau zum Boulevard Friedrich-Ebert-Straße befindet sich auf der Zielgeraden.

Mit einem großen Baustellenfest haben Anwohner und Geschäftstreibende am Samstag gemeinsam mit der Stadt Kassel das Ende der siebenwöchigen Vollsperrung gefeiert.

Auch ein Leser aus dem Landkreis Kassel hat sich die Friedrich-Ebert-Straße nach der Sanierung angeschaut. Es sehe alles sehr ansprechend aus, so der Mann. Allerdings sei ihm eine Sache aufgefallen: Darf man über die weiße durchgezogene Linie fahren, die Fahrbahn und Radweg trennt, um in den Parkbuchten sein Auto abzustellen? Wenn man solch einen Parkplatz erreichen wolle, müsse man zwangsläufig die durchgezogene weiße Linie überfahren, was ja eigentlich laut der Straßenverkehrsordnung nicht gestattet ist, merkt der Mann an.

Man darf. Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner handele es sich nicht um eine Fahrstreifen-, sondern um eine Fahrbahnbegrenzung, die die Radfahrer vor anderen Fahrzeugen besser schützen soll. Der gesonderte Fahrstreifen für Radfahrer dürfe zwar von anderen Fahrzeugen nicht befahren, allerdings überfahren werden, um in Einfahrten oder Parkbuchten zu gelangen.

Das bestätigt auch Ingo Happel-Emrich, Sprecher der Stadt. „Autofahrer, die die Linie überfahren und dabei Radfahrer nicht gefährden oder behindern, begehen keinen Regelverstoß.“ Mit dieser weißen Linie wird der dortige Radfahrstreifen markiert. Die Linie darf von Autofahrern überfahren werden, wenn dahinter Parkplätze sind, die anders nicht erreicht werden können, und Radfahrer auf dem Radfahrstreifen dadurch nicht gefährdet oder behindert werden. Diese Form der Markierung eines Radfahrstreifens gebe es schon lange und auf vielen Straßen, zum Beispiel auch auf der Sandershäuser Straße.

Lesen Sie auch:

- Friedrich-Ebert-Straße: Ende der Vollsperrung in Sicht

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KnuffimanAntwort
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Nein, hab ich nicht behauptet. Aber die Vorhaben und deren Planung sprechen ihre eigen Sprache.

StabilertypAntwort
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Sie meinen Bürger die keine Experten sind und alles aus dem Bauch heraus planen wären die bessere Lösung?

Gustchen
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Eigentlich ist eine Regelung die erst in der Zeitung erklärt werden muß keine gute Regelung.

Kommentare

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