Bürgerversammlung: Erhalt der Feuerwehr und Parkplätze waren weitere Themen

Weiter Kampf ums Bad

Peter

Harleshausen. Die Zukunft des Freibads Harleshausen, der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtteil sowie die Parksituation im Quartier - dies waren die wichtigsten Themen der jüngsten Bürgerversammlung Harleshausen. Der Magistrat stellte sich in der Turnhalle der Grundschule den Fragen der rund 100 Besucher.

Freibad: Kritik an „Hinhaltetaktik“

Unter ihnen Rüdiger Nordheim, der ein neues Stahlbecken, eine Fotovoltaikanlage und besseres Personalmanagement für das Freibad forderte. „Hinhaltetaktik“ bezüglich der Sanierung warf Harald Heinzerling der Stadt vor. Seit 20 Jahren wisse man, dass eine Sanierung anstehe. „Und wie jetzt die beiden Fördervereine Harleshausen und Wilhelmshöhe aufeinander losgelassen werden, das ist einer Stadt unwürdig“, empörte sich Heinzerling.

Das wies Norbert Witte von der Kasseler Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (KVV) zurück. Wenn saniert würde, müsse dies für 30 Jahre reichen und dann gebe es eine auch eine Fotovoltaikanlage. Allerdings sei ein kombiniertes Frei- und Hallenbad wie das im Entstehen befindliche neue Auebad wirtschaftlicher und von der Personalplanung her sinnvoller. Außerdem könne es, anders als ein Freibad, wetterunabhängig genutzt werden.

Dem hielten die Sitzungsbesucher entgegen, dass das Freibad gerade für Kinder und Jugendliche unersetzbar sei. Harald Heinzerling merkte dabei ironisch an, im neuen Auebad würden gleich zwei vorhandene Freibäder versenkt. Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) wies darauf hin, für den städtischen Kreditrahmen von 16 Millionen Euro gebe es „viele berechtige“ Anliegen wie Ganztagsschulen und Kitaplätze. „Wenn Bäder unverzichtbar sind, muss man deutlich erklären, worauf man sonst verzichten will“, stellte Hilgen klar. Feuerwehr: Sorge um Vereinsnachwuchs

Peter Durgeloh, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Harleshausen, fürchtet um deren Fortbestand. Es fehle an Platz, das Gerätehaus müsse renoviert werden, ein vom Bund gestelltes Löschfahrzeug sei abgezogen worden. Ob Wehren aufgelöst oder zusammengelegt werden sollen, wollte Durgeloh von Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) wissen. Der Brandschützer machte deutlich, dass diese mit ihrem freiwilligen Engagement für die Stadtteile unersetzlich seien.

Kaiser verwies auf den mangelnden Vereinsnachwuchs und dass vorrangig der zuständige Bund in der Pflicht sei. „Es wird ein Bedarfs- und Entwicklungsplan erstellt, bei dem die Freiwilligen Feuerwehren beteiligt werden“, sagte der Bürgermeister zu.

Parken: Zu wenig Platz im Ortskern

Eine Verbesserung der Parksituation im Ortskern, der ein eigenständiges gutes Einzelhandelszentrum sei, verlangte Anwohner Martin Kiok vor allem im Hinblick auf die Senioren.

Hier sei man in einer Zwickmühle, erklärte dazu Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Enge sei in jedem alten Ortskern unabänderlich.

Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger erklärte, man müsse mit den Parkplätzen haushalten. Zu denken sei aber zum Beispiel an eine Kurzparkzone mit Parkschein. Fotos: Oschmann

Von Sabine Oschmann

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