Weiter Poker um den Hessentag 2013 - Auch Südhessen im Gespräch

Kassel. Wo findet der Hessentag im Jahr 2013 statt? Die Antwort auf diese Frage lässt weiter auf sich warten. Eigentlich sollten die Kasseler Stadtverordneten am kommenden Montag darüber abstimmen, ob sie den Hessentag wollen.

So sah es der Zeitplan der Landesregierung vor. Doch daraus wird nichts. Das Thema Hessentag steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung.

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Es gibt weiter Klärungsbedarf, die Verhandlungen laufen noch, heißt es übereinstimmend aus der Staatskanzlei in Wiesbaden und aus dem Kasseler Rathaus. Dass es dabei auch um Investitionszuschüsse des Landes geht, bestätigt Manfred März, der Büroleiter von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD). Konkrete Projekte will er nicht benennen. Nach HNA-Informationen geht es um Finanzspritzen für das Grimm-Museum, für die Sanierung der Remise am Schlösschen Bellevue und die geplante Schönheitskur für die Obere Königsstraße. Ein Radweg am Auedamm steht ebenso auf der städtischen Wunschliste wie die Tulpenallee. Dort soll das Land den kommunalen Anteil der Kosten übernehmen.

Zwischen der Staatskanzlei, die für den Hessentag zuständig ist, und dem Finanzministerium, das das Geld zur Verfügung stellen soll, gibt es ebenfalls Abstimmungsgespräche. Neben Kassel bewirbt sich aus Nordhessen nur noch Korbach um den Hessentag. Bad Wildungen ist nicht mehr im Rennen. Zur Erinnerung: Der ursprünglich vorgesehene Gastgeber Vellmar hat den Hessentag aus Kostengründen zurückgegeben.

Noch ist nicht ausgemacht, dass das Landesfest im Jahr 2013 überhaupt in Nordhessen stattfindet. Bei den Organisatoren gibt es einen offiziell nicht bestätigten Plan B. Demnach könnte das südhessische Bensheim, der Gastgeber im Jahr 2014, zur Not auch ein Jahr früher einspringen.

Es muss sich rechnen

Ob es so weit kommt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Oberbürgermeister Hilgen bleibt bei seiner Linie, dass es nur mit breiter Unterstützung einen Hessentag in Kassel geben wird. Sollte eine Entscheidung vor der nächsten Sitzung der Stadtverordneten im Dezember nötig sein, will er sich mit den Fraktionsvorsitzenden absprechen. Die Vorgabe ist klar. Der Hessentag muss sich für Kassel lohnen, er darf nicht zum Millionengrab werden.

Kassel wäre nach 1964 das zweite Mal Gastgeber. Damals reichten für das Hessenfest noch drei Tage, zuletzt in Oberursel waren es zehn. Auch deshalb mehren sich die Stimmen derer, die den Hessentag abspecken wollen.

Von Thomas Siemon

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