1. Startseite
  2. Kassel

Frau warf Tier in den Mülleimer: Welpe wird in Tierklinik aufgepäppelt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ulrike Pflüger-Scherb

Kommentare

Hundebaby wird mit Flasche aufgezogen: Dieser Welpe wurde in einem Mülleimer im Zug entsorgt. Foto:  Kopietz
Hundebaby wird mit Flasche aufgezogen: Dieser Welpe wurde in einem Mülleimer im Zug entsorgt. Foto:  Kopietz

Kassel/Göttingen. Wenn Reisende beziehungsweise eine Zugbegleiterin nicht so beherzt eingegriffen hätten, dann wäre dieser süße Welpe bestimmt auch tot.

Am Sonntag war er neben drei anderen Welpen von einer Schäferhündin während einer Zugfahrt zwischen  Frankfurt und Kassel zur Welt gebracht worden. 

Anstatt sich um die jungen Hunde zu kümmern, entsorgte die 52-jährige Halterin der Schäferhündin die Welpen einfach in einen Mülleimer und verließ den Zug mit der trächtigen Hündin im IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Dort behauptete sie gegenüber der Bundespolizei, die zwischenzeitlich vom Zugpersonal verständigt worden war, dass sie davon ausgegangen sei, dass die Hundebabys tot sind. Zwei der Welpen lebten aber noch.

Einer davon wurde in die Kleintierklinik der Uni Göttingen gebracht, wo er jetzt mit der Flasche aufgepäppelt wird. Der Zweite wurde von einer Reisenden mitgenommen, die in Hannover den Zug verließ.

Während sich die 52-Jährige im Kasseler IC-Bahnhof aufhielt, kam ein fünfter Welpe zur Welt. Weil die Frau versprochen habe, sich um diesen Hund zu kümmern, besorgte ihr die Polizei noch einen Karton, damit sie das Tierbaby im Zug zur Weiterfahrt nach Mühlhausen (Thüringen) transportieren konnte. Auf dieser Zugfahrt wurde der sechste Welpe geboren. In Mühlhausen wurde die Hundehalterin ebenfalls von der Polizei in Empfang genommen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin soll es den Hunden bei Ankunft gut gegangen sein. Die Frau habe zudem angekündigt, die Babys noch am Sonntagabend in eine Tierklinik zu bringen. Eine Mitarbeiterin der Tierklinik erklärte allerdings am Montag auf Nachfrage der HNA, dass die Schäferhündin und die Welpen dort nicht behandelt worden seien.

Gegen die 52-Jährige, die keinen festen Wohnsitz hat, wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. 

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion