Tipps vom Kasseler Cartoonisten Gerhard Glück

Welttag des Glücks: So werden Sie garantiert happy

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Eine Frage, die sich viele jeden Tag aufs Neue stellen.

Auch der Welttag des Glücks, der seit 2013 am 20. März begangen wird, hat nichts daran geändert, dass wir oft unzufrieden sind. Weiß der Kasseler Cartoonist Gerhard Glück, wie man glücklich wird?

Gerade erreichte uns die Meldung, dass eine intensive Glückssuche auch nicht glücklich macht. US-Forscher fanden heraus, dass die "Suche nach Glück ironischerweise auf Kosten der Zufriedenheit geht". Aber einen Experten darf man trotzdem mal aufsuchen am Weltglückstag, der seit 2013 auf Beschluss der UN jedes Jahr am 20. März begangen wird.

Und was läge bei der Glückssuche näher, als Gerhard Glück zu fragen? Der Kasseler ist einer der bekanntesten deutschen Cartoonisten und wurde schon in der Schule an seinen Nachnamen erinnert. "Pech gehabt, Glück!", sagten die Lehrer zu ihm.

Wenn Fremde den 73-Jährigen anrufen, erschrecken sie sich meist. Niemand erwartet, dass jemand wirklich Glück heißt. Es ist, als würde man dem Weihnachtsmann begegnen. Als der Zeichner, der unter anderem für das Magazin der "Neuen Zürcher Zeitung" arbeitet, voriges Jahr den renommierten Satirepreis Göttinger Elch erhielt, witzelte die Jury: "Ein Elch für den Glück - ein Glück für den Elch."

Sämtliche Wortspiele mit seinem Namen sind schon gemacht worden. Glück kann sie nicht mehr hören. Trotzdem hat er einige Tipps für die Suche nach dem Glück.

Der Kasseler Cartoonist Gerhard Glück.

1. Nicht im Lotto gewinnen. Von dem französischen Schauspieler Jean Marais stammt die Erkenntnis: „Geld allein macht nicht glücklich. Aber es gestattet immerhin, auf angenehme Weise unglücklich zu sein.“ Zwar träumt jeder von uns von Reichtum, aber oft endet der Traum wie beim arbeitslosen "Lotto-Lothar" aus Hannover. Der gewann 1994 umgerechnet zwei Millionen Euro, wurde aber trotzdem nicht glücklich und starb fünf Jahre später.

2. Nicht zu oft ans Glück denken. Glück findet, dass der Begriff inflationär gebraucht wird - ob bei Ratespielen oder der Traumreise, die glücklich machen soll: "Unser Glück wird von außen geschürt. Glücklich sind demnach die, die konsumieren."

3. Nach Norden ziehen. Laut dem aktuellen "Weltglücksreport" der UN leben die glücklichsten Menschen in Finnland, Norwegen, Dänemark und Island. Warum zieht es die Mitteleuropäer bloß immer in den Süden? Glück hat übrigens ein Faible für Nordfriesland.

4. Den Moment genießen. Klingt wie der Facebook-Post eines esoterischen Freundes, aber da ist was dran. "Der Dauerzustand des Glücks ist unerreichbar", sagt Glück. In Thees Uhlmanns Roman "Sophia, der Tod und ich" heißt es etwa: "Wenn glückliche Momente selten sind, erinnert man sich umso stärker an sie." Ist das "nicht sogar besser als ewiges Glück?"

5. Dem Pech aus dem Weg gehen. Vom Ex-Fußballer Jürgen Wegmann stammt der philosophische Satz: "Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu." Glück ist mehr, als nur kein Pech zu haben. Aber Gerhard Glück weiß: "Gegen Pech kann man sich nicht absichern. Wenn ich jetzt die Treppe runtergehe, kann ich ausrutschen und mir das Bein brechen."

Ob er glücklich ist, weiß Glück selbst nicht so recht: "Ich könnte jetzt keinen Freudensprung machen, aber ich bin zufrieden." Derzeit stellt der Nordhesse Cartoons im Deutschordenmuseum Bad Mergentheim aus. Im dortigen Kurhaus findet am Weltglückstag der Vortrag "Glück und Lebensfreude - Anleitung zum Glücklichsein" statt. Wer glücklich werden will, sollte besser nicht hingehen.

Hier geht es zur Webseite von Gerhard Glück.

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