Am Herkules ist es eng: Parken soll besser organisiert werden

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Gedränge vor dem neuen Besucherzentrum: Der Parkplatz am Herkules reicht an den Wochenenden kaum aus. Mehr Busse und die Erlaubnis zum Parken an der Zufahrtsstraße sollen Entlastung bringen.

Kassel. Zu Spitzenzeiten reichen die Parkplätze am Herkules nicht aus. Spätestens am Wochenende wird es wieder so weit sein. Zur Museumsnacht und den beleuchteten Wasserspielen am Samstag werden tausende von Besuchern erwartet.

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Am kommenden Dienstag, 6. September, könnte es sogar unter der Woche richtig voll werden. Nach langer Sanierungspause ist dann der Herkules erstmals wieder für Besucher (10 bis 17 Uhr) geöffnet.

Seit dem Neubau des Parkplatzes am Herkules steht die Frage im Raum, ob die Planer das Interesse an den Attraktionen im Bergpark unterschätzt haben. Voraussetzung für die Umbauplanung war eine groß angelegte Besucherzählung aus dem Jahr 2007. Das Ergebnis: Lediglich an klassischen Ausflugsterminen wie Pfingstsonntag und Himmelfahrt war der Parkplatz richtig voll. Jetzt laufen wieder Zählungen.

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Neue Wendeschleife am Herkules: Für Busse wird es eng

Seit der Eröffnung des Besucherzentrums und der neuen Gastronomie in den Herkules-Terassen ist selbst an ganz normalen Wochentage viel mehr los als früher. 318 Stellplätze Für die Besucher stehen heute nach Angaben von MHK-Entwicklungsplaner Dr. Micha Röhrig 318 Parkplätze zur Verfügung. Vor dem Umbau waren es nach Berechnungen der Stadt 420.

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Das Problem: Diese Zahl ist lediglich ein Schätzwert, weil die Parkplätze auf der geschotterten Fläche nicht markiert waren. Zudem seien in früheren Jahren jeweils zwei Meter Stellplatzbreite pro Auto veranschlagt worden, sagt Röhrig. Heute lege man standardmäßig 2,50 Meter zugrunde. Unstrittig ist allerdings, dass die Gesamtfläche heute durch das Besucherzentrum und die neue Wendeschleife für Busse kleiner geworden ist. Ein spürbares Mehr an Parkplätzen sei nur machbar, „wenn im Bereich des Naturschutzgebiets oder des Bergparks Bäume fallen“, sagt der MHK-Entwicklungsplaner.

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In den Randbereichen und am Parkplatz des Restaurants Herkules-Terassen können lediglich noch 30 bis 40 Parkplätze geschaffen werden. Möglicherweise entspannt das an einigen Tagen die Situation etwas. Das Grundproblem, das in Spitzenzeiten zu viele Autos auf die Parkplätze rund um den Herkules drängen, löst das nicht. „Wir müssen den Verkehr besser regeln, darüber hat es bereits Gespräche mit der Museumslandschaft Hessen Kassel und der Polizei gegeben“, sagt der kommissarische Bau- und Verkehrsdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD).

Auch die KVG sei auf den Ansturm vorbereitet und werde Sonderfahrten anbieten. „Dafür muss MHK Personal zur Verfügung stellen.“ Jürgen Barthel, kommissarischer Bau- und Verkehrsdezernent Zudem solle das Parken an der Zufahrtsstraße zum Herkules vom Ehlener Kreuz nicht nur geduldet, sondern auch besser organisert werden. „Dafür muss MHK Personal zur Verfügung stellen“, sagt Barthel.

Von Thomas Siemon und Axel Schwarz

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