Herkules lockt Massen

Herkules lockt Massen: 20 neue Parkplätze und Warten auf Verkehrskonzept

Kassel. Neben dem Restaurant Herkules-Terrassen sollen in den nächsten Monaten 20 zusätzliche Parkplätze angelegt werden. „Das ist die einzige Erweiterungsfläche, die wir noch haben“, sagt Lena Pralle, Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Die Wiesen Richtung Elfbuchen gehören zur Schutzzone des Bergparks, sie dürfen und sollen nicht genutzt werden. Für eine spürbare Entlastung werden 20 Parkplätze mehr kaum sorgen.

Die Wasserspiele im Bergpark ziehen im Mai so viele Besucher an wie sonst nur zu besonderen Ereignissen wie dem Bergparkfest. Sonntags, mittwochs, Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam - es geht Schlag auf Schlag. Wenn das Wetter mitspielt, reichen die Parkplätze nichtaus.

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Zählungen haben ergeben, dass nur jeder achte Herkulesbesucher mit dem Bus kommt, die große Mehrheit mit dem Auto. Der Neubau des Besucherzentrums hat Platz gekostet, die Wendeschleife für den Bus ebenfalls. Zudem sind statt der früheren Schotterfläche, auf der die Autos kreuz und quer abgestellt wurden, jetzt 2,50 Meter breite Parkbuchten markiert worden.

Die Stadt hat vor dem Umbau die Zahl der Parkplätze mit 420 berechnet. Heute sind es 100 weniger. „Dafür haben wir einen Streifen an der Straße Richtung Ehlener Kreuz zum Parken freigegeben“, sagt die MHK-Sprecherin.

Das gilt auch für den Parkplatz Ochsenallee unterhalb von Schloss Wilhelmshöhe (heute 435 Stellplätze, nach dem Umbau 450). Unter dem Strich gebe es deshalb heute nicht weniger Stellplätze als früher.

Interesse gestiegen

Dafür hat die Zahl der Besucher spürbar zugenommen. Durch die Sanierung, das attraktive Besucherzentrum und die Welterbe-Bewerbung ist der Herkules häufiger in den Schlagzeilen. Ende Juni soll feststehen, ob der Ende Juni soll feststehen, ob der Bergpark mit seinen Wasserkünsten Welterbe wird. 

Mehr zum Bergpark gibt es auch in unserem Weltkulturerbe-Spezial.

Vorher wird die Politik keine Entscheidung über eine bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln treffen. Das hat die Kasseler Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU), wiederholt deutlich gemacht.

Über eine Wiederbelebung der Herkulesbahn wird zwar diskutiert, bislang gibt es angesichts der hohen Kosten aber auch viel Kritik an diesem Projekt. 13,4 Millionen Euro würde die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 vom Druseltal zum Herkules nach Berechnungen der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) kosten. Hinzu kämen die Betriebskosten.

Die Gegner verweisen darauf, dass es nur an wenigen Tagen im Jahr wirklich eng am Herkules wird. Dafür lohne sich die neue Straßenbahnlinie nicht. Nie ernsthaft geprüft wurde bislang der Vorschlag, den Herkules mit einer Seilbahn anzubinden. Vorbild ist unter anderem Koblenz, wo sich dieses Transportmittel zur Bundesgartenschau bewährt hat.

Bilder: Start der Wasserspiele 2013

Start der Wasserspiele am 1. Mai

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