Überraschende Nachricht

Fachleute empfehlen Bergpark als Welterbe

Kassel. Diese Nachricht hat alle überrascht: Einen Monat vor der Sitzung des Welterbekomitees der Unesco in Kambodscha hat der internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) die Aufnahme des Bergparks Wilhelmshöhe als universal einzigartige Kulturlandschaft in die Welterbe-Liste empfohlen.

„Damit ist ein weiterer, sehr wichtiger Meilenstein erreicht“, sagt die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann (CDU). Die Chancen für die Aufnahme in die Welterbe-Liste seien mit dieser eindeutigen Aussage weiter gestiegen. Sie sei jetzt sehr zuversichtlich für die endgültige Entscheidung.

Die fällt die Vollversammlung der Unesco, die darüber voraussichtlich am 25. Juni in Phnom Penh abstimmen wird. Das Votum des Rates für Denkmalpflege gilt als wichtiger Fingerzeig und ist in der Vergangenheit nicht im Vorfeld öffentlich gemacht worden.

„In dieser Form habe ich nicht damit gerechnet“, sagt der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Prof. Bernd Küster. Er bewertet die Bekanntgabe des Votums als ein „durch und durch positives Signal“. Damit werde eine Empfehlung gegeben, auf die alle an der Bewerbung Beteiligten gehofft hätten.

Nach jahrelanger Vorarbeit war der Antrag im Januar bei der Unesco in Paris vorgelegt worden. Seitdem hat Icomos in einem mehrstufigen Gutachterverfahren die Angaben geprüft.

In der Bewertung ist es wichtig, dass ein außergewöhnlicher weltweiter Wert bestätigt wird. Das haben die Fachleute jetzt noch einmal unterstrichen. Bei einer Anerkennung wäre der Bergpark auf einer Stufe mit dem Eiffelturm in Paris, der Freiheitstatue in New York, der chinesischen Mauer und dem Kölner Dom.

Von Thomas Siemon

Das Fazit des Rates im englischen Wortlaut

"ICOMOS considers that the nominated property meets criteria and conditions of integrity and authenticity and that Outstanding Universal Value has been demonstrated. ICOMOS also considers that the water features in Kassel are part of a unique manmade, designed Cultural Landscape, completely without borders integrated in an evolved landscape.

Das vollständige ICOMOS-Gutachten finden Sie hier

The main threat to the property is climate change and consequent shortage of water, and possibly increased storms and fires. The boundaries of the property are adequate, and the buffer zone boundary is adequate with the inclusion of the urban blocks either side of the Wilhelmshöher Allee monumental axis in accordance with Map 2 provided in the State party’s additional information.

The legal protection in place is adequate with the inclusion of the water catchment in the area covered by the Hessian Act on the Protection of Cultural Monuments as shown in Map 1 of the additional information provided by the State party. According to this additional information the Management Plan will be extended to include risk preparedness measures.

In response to ICOMOS’ request, the State Party has agreed to change the name of the nominated property to become: “Bergpark Wilhelmshöhe”.

Kommentare

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